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Die Zahl der Internet- und smartsüchtigen Jugendlichen geht in den vergangenen Jahren nach oben ...

„Die Zahl der Internet- und smartsüchtigen Jugendlichen geht in den vergangenen Jahren nach oben – und zwar dramatisch. […] Der Altersschnitt hat sich fast halbiert. Mittlerweile melden sich die Eltern von 9-Jährigen.“

Dr. Kurosch Yazdi, Primararzt die Klinik für Psychiatrie mit Schwerpunkt Suchtmedizin des Kepler Universitätsklinikums Linz, Kurier online am 31. März 2018

 

Eine wachsende Zahl wissenschaftlicher Studien weist darauf hin, dass die exzessive Nutzung sozialer Netzwerke mit Symptomen einhergehen kann, die traditionell mit substanzbezogenen Störungen bzw. Substanzabhängigkeiten in Zusammenhang gebracht werden ...

„Eine wachsende Zahl wissenschaftlicher Studien weist darauf hin, dass die exzessive Nutzung sozialer Netzwerke mit Symptomen einhergehen kann, die traditionell mit substanzbezogenen Störungen bzw. Substanzabhängigkeiten in Zusammenhang gebracht werden. Merkmale dieser Art beziehen sich auf starkes Eingenommensein, Toleranzentwicklung, Entzugserscheinungen, Kontrollverlust, Fortsetzen der Nutzung trotz negativer Konsequenzen, Täuschen von Familienmitgliedern, Therapeuten oder anderen Personen in Bezug auf das wirkliche Ausmaß der Nutzung sowie Nutzung der sozialen Netzwerke, um negativen Stimmungen entgegenzuwirken.“

Prof. Dr. Rainer Thomasius, Ärztlicher Leiter des Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes und Jugendalters, Pressekonferenz am 1. März 2018

 

Suchtkreislauf soziale Medien ...

„Soziale Medien offerieren eine Vielzahl unmittelbarer Rückmeldungen, Selbstwirksamkeitserfahrungen und Befriedigungen, welche wiederum zu einer fortgesetzten und gesteigerten Anwendung führen können, mit der Konsequenz einer Verstärkung der zugrunde liegenden Kommunikationsprobleme, inklusive der Negierung realer Beziehungen und Probleme in Schulausbildung und Berufsausübung. Die daraus resultierende Depressivität und Frustration kann zur Aggravierung der exzessiven Nutzung sozialer Medien beitragen und sich im Sinne eines Suchtkreislaufs niederschlagen.“

Prof. Dr. Rainer Thomasius, Ärztlicher Leiter des Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes und Jugendalters, Pressekonferenz am 1. März 2018

 

Fast 40 Prozent der Kinder unter zwei Jahren benutzen bereits Smartphones ...

„Eine Studie aus 2013 zeigt, dass fast 40 Prozent der Kinder unter zwei Jahren bereits Smartphones benutzen — zwei Jahre zuvor waren es noch zehn Prozent.“

www.businessinsider.de am 6. Jänner 2018

 

Soziale Medien ...

„Rund jeder dritte (34 %) 12- bis 17-Jährige gibt an, in den letzten 12 Monaten oft soziale Medien genutzt zu haben, um nicht an unangenehme Dinge denken zu müssen. […] 10 Prozent geben an, sie hätten regelmäßig an nichts anderes denken können als an den Moment, an dem sie wieder soziale Medien nutzen werden können. Für Mädchen gilt dies etwas häufiger als für Jungen.“

DAK (Hrsg.), „WhatsApp, Instagram und Co. – so süchtig macht Social Media“ (2018), S. 20

 

Drogenkonsum in engem Verhältnis zur Ausübung kriminellen und gewalttätigen Verhaltens ...

„Der Drogenkonsum, insbesondere der Alkoholkonsum, steht in einem engen Verhältnis zur Ausübung kriminellen und gewalttätigen Verhaltens.“

Univ.-Prof. Dr. Christian Pfeiffer u. a., „Zur Entwicklung der Gewalt in Deutschland“ (2018), S. 49f

 

Deutschland: Anteil an Jugendlichen, die in den zurückliegenden 30 Tagen mindestens einmal Rauschtrinken praktiziert haben, halbiert ...

Deutschland: „Von 2007 bis 2015 ist der Anteil an Jugendlichen, die in den zurückliegenden 30 Tagen mindestens einmal Rauschtrinken praktiziert haben, von 25,5 auf 12,5 % gesunken, hat sich also innerhalb dieser kurzen Zeit halbiert. Der Rückgang des Alkoholkonsums kann daher tatsächlich als ein wichtiger Erklärungsfaktor der rückläufigen Jugendkriminalität eingestuft werden – zumindest für den Zeitraum ab 2007.“

Univ.-Prof. Dr. Christian Pfeiffer u. a., „Zur Entwicklung der Gewalt in Deutschland“ (2018), S. 50

 

Europe has the highest levels of alcohol consumption in the world ...

„Europe has the highest levels of alcohol consumption in the world and alcohol is one of the leading risk factors for premature mortality in the WHO European Region. In 2016, 10.1 % of all deaths in the Region were attributable to alcohol consumption.“

WHO (Hrsg.), „Adolescent alcohol-related behaviours: trends and inequalities in the WHO European Region, 2002–2014“ (2018), S. 2

 

Ergebnis der HBSC-Studie ...

„Across all 36 countries and regions in 2014, more than one in four 15-year-olds (28 %) reported that they had first started consuming alcohol at age 13 years or younger (25 % of girls and 31 % of boys).“

WHO (Hrsg.), „Adolescent alcohol-related behaviours: trends and inequalities in the WHO European Region, 2002–2014“ (2018), S. 24

In Österreich waren es über 39 Prozent (38 % der Mädchen und 41 % der Burschen).

 

Ergebnis einer Studie in 36 Staaten Europas ...

„Fewer than one in 10 (8 %) of 15-year-olds across all countries and regions reported being first drunk before the age of 13 (7 % of girls and 9 % of boys).“

WHO (Hrsg.), „Adolescent alcohol-related behaviours: trends and inequalities in the WHO European Region, 2002–2014“ (2018), S. 24

 

Feeling bad when no Internet connection is available ...

„On average, 54 % of students who took the 2015 PISA assessment reported that they felt bad when no Internet connection was available. […] In European countries, socio-economically advantaged students were less likely to report that they felt bad without available Internet connection, compared to disadvantaged students.“

Julie Hooft Graafland, „New technologies and 21st century children“ (2018), S. 12

 

Extreme Internet users ...

„PISA defines children as 'extreme Internet users' when they spend more than 6 hours online per day outside school. In 2015, 16 % of 15 year olds among OECD countries could be considered 'extreme Internet users' during weekdays, and 26 % during weekends. 'Extreme Internet users' reported less life satisfaction and were more likely to be bullied at school. […] 'Extreme Internet users' performed worse across all subjects in the PISA test, even after accounting for differences in socio-economic backgrounds.“

Julie Hooft Graafland, „New technologies and 21st century children“ (2018), S. 12

 

Psychological factors of extreme Internet use ...

„Psychological factors also influence extreme Internet use. Children who experience anxiety, depression, psychological distress or have symptoms of attention deficit hyperactivity disorder (ADHD) or autism spectrum disorder (ASD), are more likely to be 'extreme Internet users'. Note that some of these indicators can also be consequences of extreme Internet use.“

Julie Hooft Graafland, „New technologies and 21st century children“ (2018), S. 32

 

Computerspiel- oder internetbezogene Störung bei Jugendlichen ...

Deutschland: „Auf Grundlage der „Compulsive Internet Use Scale“ (CIUS) ist bei 5,8 % der 12- bis 17-jährigen Jugendlichen und 2,8 % der 18- bis 25-jährigen jungen Erwachsenen von einer computerspiel- oder internetbezogenen Störung auszugehen. In der Altersgruppe der 12- bis 17-Jährigen sind die weiblichen Jugendlichen (7,1 %) stärker betroffen als die männlichen Jugendlichen (4,5 %).

BZgA (Hrsg.), „Die Drogenaffinität Jugendlicher in der Bundesrepublik Deutschland 2015, Teilband Computerspiele und Internet“ (2017), S. 9

 

Österreich weist pro Kopf OECD-weit den zweithöchsten Alkoholkonsum auf ...

„Excessive alcohol consumption is […] a considerable health burden, associated to increased risk for a range of illnesses, including cancer, stroke, liver disease, as well as social problems, with an estimated 2.3 million deaths per year.“

OECD (Hrsg.), „Health at a Glance 2017“ (2017), S. 23

 

Jugendliche, die mit 13, 14 oder 15 Jahren zu rauchen beginnen ...

„Das Problem ist, dass diese Jugendlichen, die mit 13, 14 oder 15 Jahren zu rauchen beginnen oder Alkohol zu trinken beginnen, in ihrem Suchtverhalten so programmiert werden, dass sie die sind, die ganz besonders schwer davon wegkommen.“

Primar Univ.-Prof. Dr. Karl Zwiauer, ORF Niederösterreich online am 15. Oktober 2016

 

Österreichs 15-Jährige trinken vergleichsweise viel Alkohol ...

„Österreichs 15-Jährige trinken vergleichsweise viel Alkohol. Österreich gehört zu den fünf Ländern mit dem höchsten Anteil regelmäßiger Alkoholkonsumenten.“

BM für Gesundheit (Hrsg.), „Österreichischer Kinder- und Gesundheitsbericht“ (2016), S. 96

 

Bildungsbarriere Alkohol ...

„Alcohol use has been shown to affect learning performance. Binge drinking, as well as high frequency of drinking, reduce achievement scores. Alcohol consumption also reduces attendance and increases probability of having difficulty in school or dropping out without having graduated.“

OECD (Hrsg.), „Health at a Glance: Europe 2016“ (2016), S. 92

 

Austria, Estonia, France and the Czech Republic reported the highest consumption of alcohol ...

„Austria, Estonia, France and the Czech Republic reported the highest consumption of alcohol with 11.5 litres or more per adult per year.“

OECD (Hrsg.), „Society at a Glance 2016” (2016), S. 122

 

Every third student (35 %) reported heavy episodic drinking in the past month ...

„Every third student (35 %) reported heavy episodic drinking in the past month. This drinking pattern was found more often in Austria, Cyprus and Denmark, where it was reported by about every second student.“

The ESPAD Group (Hrsg.), „ESPAD Report 2015“ (2016), S. 13

 

The Nordic countries Finland, Iceland, Norway and Sweden ...

„The Nordic countries Finland, Iceland, Norway and Sweden are traditionally among the countries with the lowest rates of current alcohol use. […] Among the countries with the highest rates are Austria, Bulgaria, Croatia, Denmark, Hungary, Liechtenstein and Monaco.“

The ESPAD Group (Hrsg.), „ESPAD Report 2015“ (2016), S. 85

 

Austria, Estonia and the Czech Republic, as well as Lithuania ...

„Austria, Estonia and the Czech Republic, as well as Lithuania, reported the highest consumption of alcohol with 11.5 litres or more per adult per year in 2013.“

OECD (Hrsg.), „Health at a Glance 2015“ (2015), S. 70

 

Entlassungsstatistik der österreichischen Krankenhäuser 2012 ...

„Die jetzt erst ausgewertete Entlassungsstatistik der österreichischen Krankenhäuser 2012 zeichnet in puncto Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen ein erschreckendes Bild. 2444-mal wurden Jugendliche im Alter zwischen 15 und 19 Jahren mit einer Alkoholvergiftung in ein Spital eingeliefert. 275 weitere Patienten waren erst zwischen zehn und 14 Jahren alt.“

Kurier vom 31. März 2014

 

Während Cannabis beispielsweise früher eher erst im Studentenalter konsumiert wurde ...

„‚Während Cannabis beispielsweise früher eher erst im Studentenalter konsumiert wurde, liegt das Durchschnittsalter heute bei 15 Jahren.‘ [...] Besonders gefährlich sei der Drogenkonsum bei der Gruppe der Zwölf- bis 13-Jährigen.“

Univ.-Prof. Dr. Rainer Thomasius, Suchtforscher, Die Welt online am 15. Mai 2013

 

Rund zehn Prozent der Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren ...

„Rund zehn Prozent der Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren haben Experten zufolge ein Alkohol- oder Drogenproblem. [...] Internationale Studien zeigten, dass bereits bei Jugendlichen Hirnschrumpfungsprozesse zu finden seien, die bislang nur bei 50- oder 60-jährigen Alkoholikern beobachtet wurden.“

www.news4teachers.de am 18. März 2013

 

Österreich hat Studien der OECD und Unicef zufolge die höchste Raucher- (27 Prozent) und Gewalterfahrungsrate (25 Prozent) Europas ...

„Österreich hat Studien der OECD und Unicef zufolge die höchste Raucher- (27 Prozent) und Gewalterfahrungsrate (25 Prozent) Europas bei 15-Jährigen. In dieser Gruppe trinken 35 Prozent mindestens einmal wöchentlich Alkohol.“

Die Presse online am 30. Jänner 2013

 

NEETs are often involved in drugs and alcohol misuse ...

„Studies on the issue have shown that NEETs are often involved in drugs and alcohol misuse, are parents at early ages and are often involved in crime). Young NEETs are also more likely to suffer from poor health and depression.“

Eurofound (Hrsg.), „NEETs – Young People not in Employment, Education or Training“ (2012), S. 60

 

The relationship between extracurricular activity involvement and substance use generally appears to be negative ...

„The relationship between extracurricular activity involvement and substance use generally appears to be negative (less substance use) even during a time in development when substance use tends to increase, except for the case of athletic participation.“

Dr. Amy Feldman Farb u. a., „Recent advances in research on school-based extracurricular activities and adolescent development“ in „Developmental Review“ 32 (2012), S. 30