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Ablehnung und Diskriminierung durch die anderen Schüler vorprogrammiert ...

„Bei Menschen, denen das soziale Zusammenleben in der Schulklasse schwerfällt, weil sie Tobsuchtsanfälle bekommen […], ist Ablehnung und Diskriminierung durch die anderen Schüler vorprogrammiert. Der Unterricht wird fast unmöglich. Gleiches gilt für Schüler, die psychiatrisch auffällig sind.“

Univ.-Prof. Dr. Werner Dollase, „Soziale Ablehnung statt institutioneller Separierung?“, inklusion-als-problem.de am 9. Juni 2017

 

Zum Wohl des Kindes bedarf es auch weiterhin unterschiedlicher schulischer Settings ...

„Zum Wohl des Kindes bedarf es auch weiterhin unterschiedlicher schulischer Settings, Wahlmöglichkeiten müssen erhalten bleiben. Dann kann jedes Kind das bekommen, was es für seine Entwicklung benötigt.“

Univ.-Prof. Dr. Bernd Ahrbeck, „Inklusion darf zu keiner Paradiesmetapher werden“, inklusion-als-problem.de am 9. Juni 2017

 

Das akademische Selbstkonzept von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf ...

Das akademische Selbstkonzept von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf ist weniger positiv, wenn sie eine Klasse besuchen, in der ihre Mitschüler_innen durchschnittlich leistungsstärker sind als sie selbst was in Regelklassen meist der Fall ist.

Univ.-Prof. Dr. Miriam Vock u. a., Umgang mit Heterogenität in Schule und Unterricht (2017), S. 51

 

In Finnland werden insgesamt 1,1 Prozent aller Schüler in klassischen Sonderschulen unterrichtet ...

„In Finnland werden insgesamt 1,1 Prozent aller Schüler in klassischen Sonderschulen unterrichtet, darüber hinaus 2,7 Prozent in getrennten Spezialklassen in allgemeinen Schulen.“ (S. 18)

Univ.-Prof. Dr. Bernd Ahrbeck, „Inklusion“ (2016), S. 18

 

Auffallend hohe Quoten speziellen Förderbedarfs in den skandinavischen Ländern ...

„Generell weisen die skandinavischen Länder im Allgemeinen auffallend hohe Quoten speziellen Förderbedarfs auf. In Finnland liegt er nach neuesten Angaben bei 8,3 % aller Schüler; zusätzlich erhalten 23 % der Kinder mit weniger gravierenden Lernproblemen eine zeitweilige spezielle Unterstützung – mit entsprechenden Folgen für die Personalausstattung.“

Univ.-Prof. Dr. Bernd Ahrbeck, „Inklusion“ (2016), S. 20

 

Schweden: Vordopplung der Sonderklassen für Kinder mit geistiger Behinderung ...

„Im integrationserfahrenen Schweden ist es in den letzten zwanzig Jahren annähernd zu einer Vordopplung der Sonderklassen für Kinder mit geistiger Behinderung gekommen.“

Univ.-Prof. Dr. Bernd Ahrbeck, „Inklusion“ (2016), S. 123

 

Finnland: Kontinuierlicher Ausbau spezieller pädagogischer Settings ...

„Finnland hat seit 1998 einen kontinuierlichen Ausbau spezieller pädagogischer Settings vorgenommen, in zeitweiser oder vollständiger Trennung von anderen Schülern.“

Univ.-Prof. Dr. Bernd Ahrbeck, „Inklusion“ (2016), S. 124

 

Der Klassenraum, der jeden aufnimmt ...

„Der Klassenraum, der jeden aufnimmt und jeden anders sein lässt, ist ein Raum, in dem gerade Behinderte und Lernschwache ihr Anderssein ständig knallhart demonstriert bekommen.“

Univ.-Prof. Dr. Christoph Türcke, „Lehrerdämmerung – Was die neue Lernkultur in den Schulen anrichtet“ (2016), S. 77

 

Children with special educational needs and disabilities (SEND) are particularly vulnerable to bullying ...

„Children with special educational needs and disabilities (SEND) are particularly vulnerable to bullying and more likely to be over-represented in bullying experiences.“

NESET (Hrsg.), „How to Prevent and Tackle Bullying and School Violence“ (2016), S. 27

 

Das Ziel von Inklusion ...

„Inklusion steht für das Ziel zu gewährleisten, dass alle Schülerinnen und Schüler, insbesondere jene aus sozioökonomisch benachteiligten Verhältnissen oder traditionell marginalisierten Gruppen, Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung haben und das Grundkompetenzniveau erreichen.“

OECD (Hrsg.), „PISA 2015 Ergebnisse. Exzellenz und Chancengerechtigkeit in der Bildung“ (2016), S. 218

 

Zwei wichtige Indikatoren für Inklusion ...

„Zwei wichtige Indikatoren für Inklusion sind der Zugang zu schulischer Bildung und der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die mindestens das Grundkompetenzniveau erreichen.“

OECD (Hrsg.), „PISA 2015 Ergebnisse. Exzellenz und Chancengerechtigkeit in der Bildung“ (2016), S. 224

 

Countries with low academic inclusion and high social inclusion ...

„Some countries and economies, such as the Netherlands, have low academic inclusion (performance varies considerably between schools) and high social inclusion (advantaged and disadvantaged students are relatively evenly distributed across schools), whereas others, like Spain, have high academic inclusion and low socio-economic inclusion.“

OECD (Hrsg.), „PISA 2015 Results (Volume II): Policies and Practices for Successful Schools (2016), S. 173

 

Bisherige Förder- und Sonderschulen erhalten ...

„Nahezu alle Lehrer (95 %) sind dafür, dass auch bei Errichtung eines inklusiven Schulsystems die bisherigen Förder- und Sonderschulen alle (54 %) bzw. teilweise (41 %) erhalten werden sollten. Lediglich 5 Prozent der Lehrer meinen, dass die bisherigen Förder- und Sonderschulen im Falle einer Einrichtung eines inklusiven Schulsystems ganz abgeschafft werden sollten.“

Forsa (Hrsg.), „Inklusion an Schulen aus Sicht der Lehrerinnen und Lehrer“ (2016), S. 8

 

Interne Segregation der Schülerschaft ...

„Kritisiert wird […], dass die Integration v. a. geistig beeinträchtigter Kinder in die Gemeinschaftsschule eine interne Segregation der Schülerschaft nach sich zieht. Beispielsweise hat sich in Finnland die Zahl der Schüler/innen, die dauerhaft sonderpädagogische Förderung in einer von der Hauptgruppe zeitweise oder dauerhaft separierten Lerngruppe erhalten, vergrößert.“

BIFIE (Hrsg.), „Nationaler Bildungsbericht Österreich 2015, Band 2“ (2016), S. 41

 

Was "Inklusive Schule" nicht meinen kann ...

„Inklusive Schule kann nicht meinen, dass alle Schüler/innen in ihrer Heterogenität gleichermaßen an einem Unterricht, etwa sogar in einem gleichen Klassenraum, teilnehmen müssen und dort von einer Lehrperson unterrichtet werden.“

Prof. Dr. Gabriele Weigand, „news&science“, Ausgabe 2, 2015, S. 4

 

Eine Optimierung individueller Bildungs- und somit auch Berufs- und Lebenschancen ...

„Eine Optimierung individueller Bildungs- und somit auch Berufs- und Lebenschancen erfordert […] ausreichende unterrichtliche und schulische Differenzierungsangebote. Diese sind mit einem radikalen Inklusionskonzept nicht ohne Leistungseinbußen (bei allen Schülerinnen/Schülern) zu ersetzen, wie vorliegende Inklusionsstudien und einschlägige Praxiserfahrungen eindrucksvoll dokumentieren.“

Univ.-Prof. Dr. Kurt Heller, „news&science“, Ausgabe 2, 2015, S. 8

 

Höhere Leistungsmotivation und Lernfreude an Förderschulen ...

„In vielen Studien berichten Schülerinnen und Schüler mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf an Förderschulen ein positiver ausgeprägtes Selbstkonzept, höhere Leistungsmotivation und Lernfreude sowie höhere Ausprägungen in weiteren motivationalen Aspekten als Schülerinnen und Schülern mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf an Regelschulen.“

Dr. Anna Gronostaj u. a., „Inklusives Lernen und Lehren im Land Brandenburg“ (2015), S. 110

 

Leidtragende sind die Kinder ...

„Leidtragende sind die Kinder. Statt dauerhaft von Sonderpädagogen betreut zu werden, wird ihnen in Inklusionsklassen nur stundenweise eine sonderpädagogische Fachkraft zugestanden. Dabei kann es passieren, dass diese zwar alles über körperliche Behinderungen weiß, aber kaum etwas über Kinder mit geistigen Behinderungen, die auch in der Klasse sitzen.“

Univ.-Prof. Dr. Hermann Giesecke, Inklusion. Ein pädagogisch-politischer Irrtum (2015), S. 14

 

Bayern ...

„Im Schuljahr 2013/14 wurden knapp 6 % der Schülerinnen und Schüler an den allgemeinbildenden Schulen (Förder- und Regelschulen) sonderpädagogisch gefördert. Fast drei Viertel davon besuchten ein Förderzentrum. Besonders häufig wird zu Beginn der Schullaufbahn sonderpädagogisch gefördert: Der Anteil der geförderten Schülerinnen und Schüler beträgt 8 % in der Grundschulstufe und 4 % in der Sekundarstufe.“

ISB (Hrsg.), „Bildungsbericht Bayern 2015“ (2015), S. 258

 

Exkludieren statt inkludieren ...

„Die Inhalte des Unterrichts müssten in der inklusiven Schule als weitgehend beliebig und somit möglichst wenig verbindlich gelten können. Geschieht das nicht, werden die von den Inhalten ausgehenden Anforderungen diejenigen Schüler ausschließen (nicht in- sondern exkludieren), die sie nicht erfüllen können oder wollen - also etwa geistig behinderte.“

Univ.-Prof. Dr. Hermann Giesecke, Inklusion. Ein pädagogisch-politischer Irrtum (2015), S. 20


Inklusiver Unterricht für alle ...

„Beim inklusiven Unterricht für alle – „Jedes Kind nach seiner Façon. Gemeinsam am gleichen Thema und jedes für sich“ – umfaßt die Gemeinsamkeit denn auch kaum mehr als den Klassenraum, das gleiche Lehrpersonal sowie ein paar unspezifische Obertitel.“

Univ.-Prof. Dr. Christoph Türcke, „Lehrerdämmerung – Was die neue Lernkultur in den Schulen anrichtet“ (2016), S. 76

 

Shanghai ...

„Shanghai has special schools for students with hearing, visual, and speech disabilities, as well as schools for

mentally challenged children and those with autism.“

Weltbank (Hrsg.), „How Shanghai Does It“ (2016), S. 62ff

 

Japan ...

Japan: „Based on specific disabilities, special education is provided in three ways: in special schools, in special classes and resource rooms within normal schools, or within the normal classroom.“

Weltbank (Hrsg.), „How Shanghai Does It“ (2016), S. 63

 

At least one special school in each province ...

Südkorea: „The Ministry of Education requires that there be at least one special school in each province to serve the estimated 2.4 percent of Korean students who need special education.

Weltbank (Hrsg.), „How Shanghai Does It“ (2016), S. 63

 

Extra help during compulsory school ...

Finnland: „Forty to 45 % of students receive extra help during compulsory school, which reduces the stigma that may be attached to receiving such assistance.“

OECD (Hrsg.), „OECD Economic Surveys – Finland“ (2016), S. 84

 

Comprehensive school students in Finland received extra instruction ...

„In 2010, 23.3 percent of comprehensive school students in Finland received extra instruction from a school-based Special Needs Education Teacher in the subjects in which the student needed help. Of this group, 12 percent received aid for a speech disorder, 40.5 percent received help in reading or writing, 23.7 percent for learning difficulties in mathematics, 9 percent for learning difficulties in foreign languages, 5.5 percent for adjustment difficulties or emotional disorders, and 8.9 percent for other learning difficulties.“

Weltbank (Hrsg.), „How Shanghai Does It“ (2016), S. 64

 

In Regelschulen häufiger sozial ausgegrenzt ...

„Hier kommen sowohl internationale als auch Studien aus dem deutschsprachigen Raum größtenteils zu dem Ergebnis, dass Schülerinnen und Schüler mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf in Regelschulen häufiger sozial ausgegrenzt bzw. weniger beliebt sind als ihre Klassenkameraden ohne einen sonderpädagogischen Förderbedarf. Es wird deutlich, dass die Inklusion von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf durchaus Risiken birgt.“

Dr. Anna Gronostaj u. a., „Inklusives Lernen und Lehren im Land Brandenburg“ (2015), S. 111

 

Naiv und sozialromantisch ...

„Geradezu naiv und sozialromantisch ist die Annahme, durch den Aufenthalt aller Schüler in einer Schule bzw. in einer Klasse würden demokratische Ansprüche und so etwas wie Bildungsgerechtigkeit für sozial und ökonomisch benachteiligte Schüler eingelöst.“

Univ.-Prof. Dr. Hermann Giesecke, „Inklusion. Ein pädagogisch-politischer Irrtum“ (2015), S. 45

 

A large proportion of students in the Flemish Community are diagnosed as having special educational needs ...

„A large proportion of students in the Flemish Community are diagnosed as having special educational needs and the majority of them are educated separately in special schools and classes.“

OECD (Hrsg.), „OECD Reviews of School Resources: Flemish Community of Belgium 2015“ (2015), S. 43

 

In 2010, 5.2 % of the total student population in the Flemish Community of Belgium were being educated separately ...

„In 2010, 5.2 % of the total student population in the Flemish Community of Belgium were being educated separately from the mainstream in special schools and classes.“

OECD (Hrsg.), „OECD Reviews of School Resources: Flemish Community of Belgium 2015“ (2015), S. 43

 

Intensive special support in the early years ...

Finnland: „In the early years of primary school, intensive special support – mostly in reading, writing, and arithmetic – is offered to all children who have major or minor special needs.“

Univ.-Prof. Dr. Pasi Sahlberg, „Finnish Lessons 2.0“ (2015), S. 67

 

More than one fifth of all students in part-time special education in Finland in 2012-2013 ...

Finnland: „In the school year 2012-2013 […] more than one fifth of all students were in part-time special education that focuses on curing minor dysfunctions in speaking, reading, writing, or learning difficulties in mathematics or foreign languages. Respectively, 8.5 % of students were permanently transferred to a special-education group, class, or institution.“

Univ.-Prof. Dr. Pasi Sahlberg, „Finnish Schools and the Global Education Reform Movement“ in Evers u. a., „Flip the System“ (2015), S. 168

 

Von der Schule für alle steht in der Konvention nichts ...

„Die Uno-Behindertenrechtskonvention verpflichtet die Unterzeichner dazu, Behinderte im Leben und in ihrer Entwicklung zu stärken. Dazu gehört auch das Recht auf Bildung und Schulbesuch. Von der Schule für alle steht in der Konvention nichts.“

Univ.-Prof. Dr. Bernd Ahrbeck, Der Spiegel vom 18. August 2014

 

Von einer Abschaffung der Sonderschulen ist in der Konvention an keiner Stelle die Rede ...

„Von einer Abschaffung der Sonderschulen ist in der Konvention an keiner Stelle die Rede. Im Gegenteil: es wird sogar ausdrücklich betont, dass besondere Maßnahmen, die behinderten Menschen guttun, nicht als diskriminierend angesehen werden dürfen.“

Univ.-Prof. Dr. Bernd Ahrbeck, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom Juli/August 2014

 

Kinder mit Beeinträchtigung gehören nicht unbedingt zu den beliebtesten ...

„In allen soziometrischen Untersuchungen wird nachgewiesen, dass Kinder mit Beeinträchtigung nicht unbedingt zu den beliebtesten oder normal beliebten Schülern und Schülerinnen gehören, sondern häufig genug eher unbeachtet, geduldet am Rande einer Schulklassengemeinschaft leben.“

Univ.-Prof. Dr. Rainer Dollase, „Die Vision des Machbaren“ in „Die politische Meinung“ Nr. 525, März/April 2014, S. 68

 

Very difficult to integrate students who require special attention into mainstream schooling ...

„It will remain very difficult to integrate students who require special attention into mainstream schooling. Youth with strong learning difficulties or social problems may then be served best by being taught in special classes with smaller class-sizes, an adjusted and more practically-oriented curriculum, and specially-trained teachers and support staff.“

Univ.-Prof. Dr. Stéphane Carcillo u. a., „Investing in Youth – Policies and Challenges“ (2014), S. 9

 

Es fehlt an SonderpädagogInnen ...

„A significant number of EU school leaders view the lack of teachers to special needs students as a factor that hinders the provision of quality of instruction in their schools.“

Europäische Kommission (Hrsg.), „The Teaching and Learning International Survey (TALIS) 2013“ (2014), S. 10

 

Finnland: Teachers perceive their status as high ...

Finnland: „Teachers perceive their status as high: 59 % think the teaching profession is valued in society (the highest share in the EU).“

Europäische Kommission (Hrsg.), „The Teaching and Learning International Survey (TALIS) 2013“ (2014), S. 31

 

Niederlande: Teachers perceive their status as relatively high ...

Niederlande: „Teachers perceive their status as relatively high: 40% think their profession is valued in society (vs. an EU average of 18%).“

Europäische Kommission (Hrsg.), „The Teaching and Learning International Survey (TALIS) 2013“ (2014), S. 32

 

Recipients of special support in Finland ...

Finnland: „Among the recipients of special support, 19 per cent received all education in a general education group and 42 per cent received all education in a special education group. Among the recipients of special support, 39 per cent received part of the education in a general education group and part in a special education group.“

Statistics Finland (Hrsg.), „Special education 2013“ (2014), S. 3

 

In einen sozialen Vergleich gezwungen ...

„Nach meinen Erfahrungen werden bei einer vollständigen Inklusion Betroffene praktisch in jeder Unterrichtsstunde in einen sozialen Vergleich gezwungen. Und der geht nicht selten zu Ungunsten des inkludierten Kindes aus, und das Selbstbewusstsein leidet.“

Univ.-Prof. Dr. Rainer Dollase, Bildungswissenschaftler, Saarbrückner Zeitung vom 14. März 2013

 

Für die Inklusion braucht man auf jeden Fall mehr Personal ...

„Für die Inklusion braucht man auf jeden Fall mehr Personal - und zwar so viel, dass praktisch in jeder Unterrichtsstunde auch jemand dabei ist, der notfalls helfend eingreifen kann.“

Univ.-Prof. Dr. Rainer Dollase, Bildungswissenschaftler, Saarbrückner Zeitung vom 14. März 2013

 

Von einer Abschaffung der Sonderschulen an keiner Stelle die Rede ...

„Von einer Abschaffung der Sonderschulen ist in der UN-Konvention an keiner Stelle die Rede. Im Gegenteil: Es wird sogar in Artikel 5, Abs. 4 ausdrücklich betont, dass „besondere Maßnahmen, die zur ... tatsächlichen Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderungen erforderlich sind, ... nicht als Diskriminierung im Sinne dieses Übereinkommens“ angesehen werden dürfen.“

Univ.-Prof. Dr. Bernd Ahrbeck, Vortrag vor der Fachtagung der Paritätischen Sprachheilkindergärten Niedersachsen am 5. März 2013

 

Die skandinavischen Länder verzichten nicht auf klassische Sonderschulen ...

„Auch die traditionell sehr integrationsbereiten und -erfahrenen skandinavischen Länder verzichten nicht auf klassische Sonderschulen.“

Univ.-Prof. Dr. Bernd Ahrbeck, Vortrag vor der Fachtagung der Paritätischen Sprachheilkindergärten Niedersachsen am 5. März 2013

 

Mehr als zwanzig Prozent aller finnischen Schüler erhalten stundenweise Förderung ...

„Mehr als zwanzig Prozent aller finnischen Schüler erhalten eine stundenweise Förderung innerhalb der allgemeinen Schule (Part-time special education). [...] Acht Prozent besuchen Spezialklassen mit besonderer sonderpädagogischer Förderung in der allgemeinen Schule und für drei Prozent der Kinder mit geistiger oder schwerer Körperbehinderung werden Spezialschulen vorgehalten.“

„Profil“ (Zeitung des dphv) 3/2012, S. 7

 

Special education is an important part of education and care ...

„Special education is an important part of education and care in Finland. It refers to designed educational and psychological services within the education sector for those with special needs.“

Univ.-Prof. Dr. Pasi Sahlberg, „A Model Lesson – Finland Shows Us What Equal Opportunity Looks Like“ in „American Educator“ (Frühjahr 2012), S. 24

 

Two main pathways in special education in the Finnish comprehensive school ...

„There are two main pathways in special education in the Finnish comprehensive school. The first path sees the student included in a regular class and provided with part-time special education in small groups. […] The second pathway is to provide permanent special education in a special group or class in the student’s own school or, in some cases, in a separate institution.“

Univ.-Prof. Dr. Pasi Sahlberg, „A Model Lesson – Finland Shows Us What Equal Opportunity Looks Like“ in „American Educator“ (Frühjahr 2012), S. 24

 

The proportion of students in special education in Finland ...

„The proportion of students in special education in Finland in the early grades of primary school is relatively higher than in most other countries. The number of special needs students in Finland declines by the end of primary school and then slightly increases as students move to subject-based lower secondary school.“

Univ.-Prof. Dr. Pasi Sahlberg, „A Model Lesson – Finland Shows Us What Equal Opportunity Looks Like“ in „American Educator“ (Frühjahr 2012), S. 24

 

Stundenweise Förderung durch sonderpädagogische Fachkräfte in Finnland ...

Finnland: „Ungefähr 20 Prozent aller Schüler erhalten im Lauf eines Schuljahrs die Unterstützung in Form von ‚part-time special education‘ mit Hilfe von stundenweiser Förderung durch sonderpädagogische Fachkräfte in der allgemeinen Schule und 8 Prozent aller Schüler erhalten ihren Unterricht in ‚full-time special education‘, also in Spezialklassen innerhalb der allgemeinen Schule.“

Univ.-Prof. Dr. Clemens Hillenbrand, „Gymnasium und Inklusion – Möglichkeiten und Grenzen“ (Fachtagung des Deutschen Philologenverbandes), 6. Februar 2012 in Kassel

 

Nicht wenige Kinder mit sonderpädagogischem Bedarf werden aus Englands „inklusivem“ Schulwesen ausgeschlossen ...

„Pupils with a statement of Special Educational Needs (SEN) were around eight times more likely to receive a permanent exclusion than pupils with no SEN, and were nine times more likely to receive a fixed period exclusion.“

Department for Education (Hrsg.), „Pupil behaviour in schools in England“ (2012), S. 51

 

Key feature of Finland’s success in international rankings ...

„The systematic attention given to children who are identified as having ‚learning needs’ is a key feature of Finland’s success in international rankings, and it is premised on the idea that individual pupils who are struggling need to be identified early and given appropriate support to improve.“

Jonathan Clifton u.a., „Closing the Attainment Gap in England’s Secondary Schools“ (2012), S. 24

 

Zum Sonderunterricht überwiesen ...

Finnland: „Im Jahr 2010 wurden 8,5 Prozent von den Grundschülern (46 700 Schüler) zum Sonderunterricht überwiesen und 23,3 Prozent (128 700 Schüler) bekam den zeitweiligen Sonderunterricht.“

Katariina Syrjälä, „Die Sonderpädagogik an den finnischen und deutschen Grundschulen und in den Lehrerausbildungen“ (2012), S. 7

 

Students with disabilities often become the targets ...

„Students with disabilities often become the targets of violent acts including physical threats and abuse, verbal abuse, and social isolation. The fear of bullying can be as great an issue for children with disabilities as actual bullying.“

WHO (Hrsg.), „World Report on Disability“ (2011), S. 216

 

Children with disabilities may prefer to attend special schools ...

„Children with disabilities may prefer to attend special schools, because of the fear of stigma or bullying in mainstream schools. Deaf children are particularly vulnerable to abuse because of their difficulties with spoken communication.“

WHO (Hrsg.), „World Report on Disability“ (2011), S. 216