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85,0 % der AHS-Maturantinnen und -Maturanten beginnen ein Studium ...

„85,0 % der AHS-Maturantinnen und -Maturanten beginnen innerhalb von drei Jahren nach der Reifeprüfung ein Studium an einer Universität, Fachhochschule oder Pädagogischen Hochschule. […] An den BHS beträgt die Übertrittsrate (innerhalb von 36 Monaten) 53,8 %, an lehrerbildenden höheren Schulen 38,9 %.“

Statistik Austria (Hrsg.), „Bildung in Zahlen 2014-15, Schlüsselindikatoren und Analysen“ (2016), S. 58

Aufgabe der Kultivierung ...

„Dem Gymnasium komme vor allem die Aufgabe der Kultivierung zu, nicht nur die der Qualifizierung.“

Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, meinbezirk.at baden am 19. November 2014

Nützlichkeitsaspekte ...

„Dass es um Bildung geht, spürt man genau dort, wo man diese Nützlichkeitsaspekte, diese Anwendungsaspekte zurückschraubt und einmal nur eine Gelegenheit offeriert. Humboldt sprach einmal von der Mannigfaltigkeit der Situationen, der junge Menschen ausgesetzt werden müssen. Sie müssen nicht alle ergreifen.“

Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „science.talk“, ORF III vom 10. September 2014

An der Idee des Nützlichen orientiert ...

„Ein Bildungsbegriff, der sich ganz an der Idee des Nützlichen orientiert, vergisst, dass Menschsein mehr bedeutet, als beschäftigungsfähig zu sein.“

Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Geisterstunde – Die Praxis der Unbildung“ (2014), S. 180

Im weltweiten Wettbewerb müssen wir uns auf die Besonderheiten Europas besinnen ...

„Im weltweiten Wettbewerb müssen wir uns auf die Besonderheiten Europas besinnen. Es ist dies die Fähigkeit, mit komplexen Situationen in konstruktiver Weise umzugehen.“

Univ.-Prof. Dr. Anton Zeilinger, Trend vom Juni 2014, S. 71

Die humanistische Bildungstradition seit Platon ...

„Die humanistische Bildungstradition seit Platon legt Wert darauf, dass Bildung ein Selbstzweck sei, dass sich Bildung nicht erst als Mittel zur Erreichung anderer Zwecke rechtfertigt. Im Zentrum des Humanismus steht daher die Persönlichkeitsbildung (nicht Macht, Reichtum, Sieg etc.).“

Univ.-Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, „Der Akademisierungswahn“ (2014), S. 48

Hochspezialisierte AbsolventInnen von fachspezifischen Ausbildungsgängen hemmen das Wachstum ...

„Vielfach machen Wirtschaftsunternehmen schon heute die Erfahrung, dass die hochspezialisierten AbsolventInnen von fachspezifischen Ausbildungsgängen gerade aufgrund ihres Mangels an Allgemeinbildung das Wachstum und die Produktivität eher hemmen als dass sie es förderten, einfach deshalb, weil sie aufgrund ihrer eingeschränkten Allgemeinbildung zu keiner Beziehungskommunikation mit kulturell anspruchsvollen Kunden mehr fähig sind und zudem wegen der mangelnden Fähigkeit zur Entwicklung von eigenständigen und kreativen Ideen auch nicht in der Lage sind, Innovationsimpulse ins Unternehmen einzubringen.“

Mag. Bernhard Heinzlmaier, jugendkultur.at (Download: 12. April 2013)

Was Sokrates dem Schüler beibringt ...

„Was Sokrates dem Schüler beibringt ist analytisches Denken und das Argumentieren der durch das analytische Denken gewonnenen Erkenntnisse. Damit steht die ‚sokratische Pädagogik‘ im diametralen Gegensatz zu PISA-Pädagogik und Zentralmatura, die nicht die freie Entfaltung des Individuums und dessen umfassende Bildung fördern, sondern auf die Erzeugung von landesweit einheitlichem ‚Humankapital‘ ausgerichtet sind, dessen Güte in standardisierten Testverfahren kontrolliert wird.“

Mag. Bernhard Heinzlmaier, Jugendforscher, jugendkultur.at (Download: 12. April 2013)

Die Vermittlung von geistes- und kulturwissenschaftlichem Wissen ...

„Die Bildung des ganzen Menschen erfordert auch die Vermittlung von geistes- und kulturwissenschaftlichem Wissen, die Diskussion über moralische Standards und eine Persönlichkeitsbildung, die einen autonomen, reflexiven und selbstbewussten Staatsbürger zum Ziel hat.“

Mag. Bernhard Heinzlmaier, „Performer, Styler, Egoisten“ (2013), S. 38f

Die Betonung der allgemeinen Bildung ...

„Die Betonung der allgemeinen Bildung ist auch kein Relikt von Elitedenken oder klassenspezifischer Erziehung. Führende amerikanische Pädagogen verknüpften von Anfang an allgemeinbildende Erziehung mit der Heranbildung gut informierter, selbstständig denkender und empathiefähiger demokratischer Bürger.“

Univ.-Prof. Dr. Martha Nussbaum, „Nicht für den Profit! Warum Demokratie Bildung braucht“ (2012), S. 31f

Flexible, aufgeschlossene und kreative Köpfe ...

„Innovationen erfordern flexible, aufgeschlossene und kreative Köpfe; Literatur und Kunst fördern diese Fähigkeiten. Fehlt es an ihnen, verliert Unternehmenskultur rasch ihre Dynamik.“

Univ.-Prof. Dr. Martha Nussbaum, „Nicht für den Profit! Warum Demokratie Bildung braucht“ (2012), S. 133