Zitate Mai 2016

Medien-Zitate Mai 2016
(Ausgewählt und kommentiert von Gerhard Riegler - Ältere Zitate siehe Archiv!)

Extra social costs:

„Many studies have confirmed the association between unemployment and poor mental health, including depression, which may also translate into extra social costs for society.“
OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2014: OECD Indicators“ (2014), S. 365

Beginnt Mr. PISA umzudenken?

„Equity at the price of poor overall outcomes is not doing anyone any good.”
Dr. Andreas Schleicher, PISA-Koordinator der OECD, zitiert nach New York Times online am 12. Mai 2015

Startschuss für eine seriöse Schulpolitik?

„Bildungspolitik ist die beste Arbeitspolitik und Sozialpolitik.“
BM Mag. Dr. Sonja Hammerschmid, Kurier online am 19. Mai 2016

Ein „Bildungsexperte“ am Wort:

„Betrachtet man das österreichische Bildungssystem, so zeigt sich, dass die Bildungsausgaben hierzulande im internationalen Vergleich überdurchschnittlich hoch sind.“
Dr. Josef Moser, RH-Präsident in RH (Hrsg.), „Effiziente Schulverwaltung“ (Mai 2016), S. 7

Investitionen ins Bildungswesen als Anteil am BIP (Stand 2012):

Norwegen:
Schweden:
Finnland:
Südkorea:
OECD-Mittelwert:
Niederlande:
Österreich:
Deutschland:
8,6 %
7,2 %
7,0 %
7,0 %
6,2 %
5,9 %
5,4 %
5,2 %
OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2015: OECD Indicators“ (2015), Chart B2.1.+ Table C2.3.

Politische Verantwortungslosigkeit:

„Unser Schulsystem kommt ressourcenmäßig mit großen Schritten an seine Grenzen. Ich halte es für verantwortungslos, nur große Ankündigungen zu machen, denen keine Taten folgen.“
Mag. Barbara Schwarz, Bildungslandesrätin Niederösterreichs, Niederösterreichische Nachrichten online am 26. Jänner 2016

Im Jahr 2016 fehlen für Österreichs Schulwesen 550 Millionen Euro:

„Ich finde es schon eine Chuzpe, wenn der Nationalrat ein Budget beschließt, wenn er weiß, dass beim Unterricht eine halbe Milliarde Fehlbedarf ist.“
Mag. Dr. Eckehard Quin, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, Die Presse online am 6. März 2016

Sparen auf Kosten der Qualität:

„Strong performance cannot be expected if a minimum of resources is devoted to education and training.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Education and Training Monitor 2014“ (2014), S. 13

Finanzierung des Schulwesens:

„Most OECD and partner countries (33 out of 38 countries with available data) spend more than twice as much on primary, secondary and post-secondary non-tertiary education combined as on tertiary education.“
OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2015: OECD Indicators“ (2015), S. 253

Im OECD-Mittel wird in das Schulwesen um 140 % mehr investiert als in das tertiäre Bildungswesen, in Österreich aber nur 80 % mehr. (ibidem, S. 235)

„Hehre Projekte“ für die Politpropaganda:

„Es nützt nichts, wenn ich auf Bundesebene hehre Projekte vortrage und gleichzeitig an den Schulen gekürzt und Personal nicht nachbesetzt wird.“
Gernot Schreyer, Akad. FDL, Präsident des Bundesverbandes der Elternvereine an mittleren und höheren Schulen, 
Kurier online am 28. Jänner 2016

Nicht „nur“ eine Frage der Moral:

„Countries that make early and well-targeted investments in the capabilities and opportunities of the youngest members of their societies act not only in a morally sound, but also in an economically useful way.“
Bertelsmann (Hrsg.), „Social Justice in the EU –A Cross-national Comparison“ (2014), S. 39

„Nicht auf Kosten anderer Schulen“:

„Ich bin schon der Meinung, dass man Schulen in belasteten Gebieten mehr geben muss – aber nicht auf Kosten anderer Schulen! Für eine Quersubvention aus ländlichen Regionen in urbane Räume stehe ich sicher nicht zur Verfügung.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Neues Volksblatt online am 31. Mai 2016

Investitionen in die Zukunft:

„In der Haushaltslogik von Staaten, Ländern und Kommunen gelten Bildungsausgaben als konsumtive Ausgaben, aber wenn irgendetwas nicht konsumtiv ist, dann ist das natürlich Bildung.“
Univ.-Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin in Nida-Rümelin u. a., „Auf dem Weg in eine neue deutsche Bildungskatastrophe“ (2015), S. 114

„Emphasis on academic success“:

„Research reveals that a school climate that places high emphasis on academic success is positively associated with achievement.“
Dr. Trude Nielsen u. a., „Are school characteristics related to equity?“ (2016), S. 2

Forderndes Niveau fördert den Lernerfolg:

„Es ist deshalb nachteilig, wenn Lernen zu entspannt und ‚kuschelig‘ ist und ohne jegliche Anstrengung auf niedrigstem Niveau passiert.“
Univ.-Prof. DDr. Gerhard Roth, www.news4teachers.de am 1. März 2016

„A valued source of pride“:

„In South East Asian countries the Confucian tradition encourages an emphasis on self-improvement through hard work. In these countries students have a high regard for education, academic achievement is a valued source of pride in the family and the role of effort is seen as central in achieving success.“
Univ.-Prof. Dr. Judith Ireson u. a., „Private tutoring at transition points in the English education system“ (2009), S. 32

Leistungsprinzip schafft soziale Durchlässigkeit:

„The two key messages – birth is not destiny and effort is rewarded – are vital underpinnings of successful education systems. As the Chinese put it crudely: ‚Diligence can compensate for stupidity.‘ By contrast, the opposite beliefs – birth is destiny and either you are ‘intelligent’ or not – create huge psychological barriers to universal success and are widely held in the Atlantic societies.“
IPPR, „Oceans of Innovation“ (2012), S. 45

Zusammenhang zwischen der sozialen Herkunft und PISA-Leistungen:

„In Sachsen beträgt er 11 Prozent, in Bayern 13 Prozent. In Berlin und Hamburg liegt er - bei deutlich niedrigeren Leistungen - bei 20 Prozent. In Hessen, Brandenburg, dem Saarland und den Stadtstaaten sind nicht nur die Leistungen insgesamt niedriger, es spielt auch die soziale Herkunft eine stärkere Rolle.“
Zusammenfassung zentraler Ergebnisse des UNICEF-Berichts zur „Lage der Kinder in Deutschland 2011/12“, S. 6f

Leistung ist kein Gerümpel:

„Die Entrümpler geben sich kinderfreundlich, weil man ja den Kleinen doch bitte nicht zu viel zumuten dürfe. Dabei bin ich längst der Überzeugung, dass vor lauter gefühltem und oktroyiertem Schulstress viele vergessen haben, den Kindern etwas mehr zuzutrauen, aber auch etwas mehr zuzumuten.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Festvortrag beim Verein Deutsche Sprache (VDS) vom 14. Juni 2013

„Menschenfreundlichkeit“:

„Vor lauter Menschenfreundlichkeit haben wir uns abgewöhnt, Forderungen zu stellen und Erwartungen auszusprechen, die Anstrengung kosten. Das ist überhaupt nicht menschenfreundlich, das ist lebensfremd. […] Warum sollen wir das nicht vermitteln und immer nur so tun, als wäre die Gesellschaft in einer Bringschuld? Nein, wir sind es alle!“
Joachim Gauck, Bundespräsident Deutschlands, Ansprache zum Bildungstag der ZEIT-Stiftung, Hamburg am 6. November 2015

Pädagogische Autorität, die junge Menschen wachsen lässt:

„Wir sollten uns trauen, diesen Leistungsbegriff stark zu machen, der Leistung als Bewährung versteht und die Qualität der Inhalte zurückbringt! Dazu ist unbedingt pädagogische Autorität notwendig.“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph und Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Bildung und Wissen“
(GBW; http://bildung-wissen.eu), „Leistungsdruck oder Erleichterungspädagogik? Ansprüche der Schule“,
Vortrag an der Universität Wien vom 14. Oktober 2015

Schulpolitisches Paradoxon:

„The more that we expect of education, the less we expect of children.“
Univ.-Prof. Dr. Frank Furedi, „Wasted: Why Education Isn't Educating“ (2009), S. 16

Durchhaltevermögen:

„About 32 % of low performers said they give up on solving problems easily compared to only 13 % of better-performing students who so reported.“
OECD (Hrsg.), „PISA in Focus 62“ (Mai 2016), S. 1

„Die Schule für alle gibt es nicht“:

„‚Egal wie man es nennt: Die Schule für alle gibt es nicht.‘ Eine Auswahl und Zusammensetzung der Kinder nach bestimmten Erfordernissen sei unausweichlich.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Tiroler Tageszeitung online am 27. Mai 2016

„Eher ist das Gegenteil richtig“:

„Es ist nicht so, dass die schwierigen Schüler (die nicht lernen wollen oder können, die laut sind, die gewalttätig sind, die ihre Lehrer offen verachten), dass diese schwierigen Schüler (die nichts dafür können, dass sie so sind) von den anderen lernen und ihr Verhalten den anderen anpassen würden. Eher ist das Gegenteil richtig.“
Harald Martenstein, Kolumnist der ZEIT, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom April 2016, S. 24

Österreich profitiert von seiner vielfältigen Bildungslandschaft:

„Diese darf nicht auf Enge zusammengehen, nicht auf ein Einheitsangebot, da muss es Breite geben. Unser Ansatz ist nicht nur der Erhalt und die Sicherung der Gymnasien und der berufsbildenden höheren Schulen, sondern ist deren Festigung und Ausbau.“
Mag. Thomas Stelzer, stv. Landeshauptmann und Bildungslandesrat Oberösterreichs,
BundeslehrerInnentag 2016 der ÖPU Oberösterreich, Linz am 3. März 2016

„Sozialistische Gleichmacherei und Nivellierung nach unten“:

„Eine flächendeckende Gesamtschule ist und bleibt sozialistische Gleichmacherei und Nivellierung nach unten – ganz egal wie diese Gesamtschule dann heißt.“
Mag. Gernot Blümel, Obmann der ÖVP-Wien, Presseaussendung vom 10. März 2016

Absage an den Bundesparteiobmann:

„Den Modellversuch für bis zu 5.000 Schüler pro Bundesland zu ermöglichen, wie dies Vizekanzler Reinhold Mitterlehner vorgeschlagen hatte, lehne die ÖVP Burgenland ab.“
LT-Abg. Mag. Christian Sagartz, Klubobmann der ÖVP Burgenland, Der Standard online am 11. April 2016

Unbelehrbar?

„Trotz schlechter Ergebnisse bei der BIST-Erhebung bin ich überzeugt, dass wir uns in Vorarlberg auf dem richtigen Weg befinden und in den vergangenen Jahren positive Schritte gesetzt haben.“
Dr. Bernadette Mennel, Bildungslandesrätin Vorarlbergs, Anfrage-Beantwortung vom 29. April 2016

„Dabei weiß jedes Kind …“:

„Anstatt sich konsequent und mit vollem Einsatz auf die Basis, nämlich die Volksschule, zu konzentrieren, diskutiert sie laufend über die gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen. Sie investiert Geld, Zeit und Ressourcen in diesen schulischen Teilbereich, als ob die Gesamtschule dann das richten könnte, was vorher versäumt wurde. Dabei weiß jedes Kind: Wenn das Fundament nicht passt, können sie noch so ein schönes Haus daraufstellen, es wird auf wackeligen Beinen stehen.“
LAbg Martina Pointner, NEOS, Landtagssitzung vom 11. Mai 2016

Die Politik sollte die WählerInnen endlich wieder ernst nehmen!

„Die Politik sollte zur Kenntnis nehmen, dass es in Vorarlberg – wie auch in anderen Bundesländern Österreichs – keine politische Mehrheit für die gemeinsame Schule der 10- bis 14-Jährigen gibt.“
Mag. Wolfgang Türtscher, Obmann von Pro Gymnasium Vorarlberg, Presseaussendung vom 7. März 2016

Frankreichs „Collège inique“:

„Das ‚Collège unique‘ sollte die Chancengleichheit fördern, verstärkte aber die sozial begründeten schulischen Ungleichheiten.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung online am 18. April 2016

Gleichbehandlung versus Gerechtigkeit:

„Es bleibt stets zu unterscheiden, wann Gleichbehandlung geboten ist, wann eine Ungleichbehandlung aufgrund unterschiedlicher Bedürfnisse oder Interessen.“
Dr. Axel Bernd Kunze, Vortrag vor der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit
am 30. April 2016 an der Hochschule Düsseldorf

Auf das Elternhaus kommt es an:

„Die bundesweite Nubbek-Studie, die die Qualität der Kitaerziehung in Deutschland untersucht hat, hat ergeben, dass 80 Prozent der kindlichen Entwicklung vom Elternhaus bestimmt werden und nur 20 von der außerhäuslichen Erziehung. Das Elternhaus ist also der maßgebliche Einflussfaktor auf die Entwicklung von Kindern.“
Dr. Michael Hauch, Kinder- und Jugendarzt, Die Presse online am 16. Jänner 2016

Bildungswissenschaftliche Evidenz:

„Children whose parents had read to them more often and who had a regular bedtime at age 3 are significantly less likely to score in the bottom decile of the cognitive ability distribution at ages 3, 5, 7 and 11.“
UNICEF (Hrsg.), „Poverty and Children’s Cognitive Trajectories:
Evidence from the United Kingdom Millennium Cohort Study“ (2016), S. 19

Ungleichheit vom ersten Tag an:

„Mittelschichtseltern sprechen mehr mit ihren Kindern als Unterschichtseltern – und sie sprechen auf andere Weise mit ihnen. Eine ‚Wortlücke‘ von 30 Millionen Worten, die zu einem Vierjährigen aus prekären Verhältnissen nicht gesagt wurden, ermittelten die Kinderpsychologen Betty Hart und Todd Risley von der Universität Kansas in den 80er-Jahren.“
Die Welt online am 7. April 2015

Parents’ involvement and engagement with reading:

„Children benefit from their parents’ involvement and their parents’ engagement with reading at any age: when they are adolescents, when they enter schooling and even before as they acquire language and learn how to speak.“
Dr. Francesca Borgonovi u.a., „Parental Involvement in Selected PISA Countries and Economies“ (2012), S. 50

Erste und wichtigste Bildungsinstitution:

„Für die Entwicklung zu kompetenten Lesern ist der Zugang zu Büchern von früh an und eine breite Auswahl an Lesestoff für ältere Kinder wichtig. Kinder und Jugendliche sollten zu Hause eine breite Palette an geeignetem Lesestoff zur Verfügung haben.“
Eurydice (Hrsg.), „Leseerziehung in Europa“ (2011), S. 130

Schule kann nur einen Beitrag leisten:

„Wissenschaftliche Studien belegen, Begabung und Intelligenz sind zur Hälfte angeboren, die andere Hälfte ist von Umweltfaktoren und permanenter Stimulation abhängig. Umweltfaktoren sind Eltern, in zweiter Linie Schule. Für Stimulation gilt Gleiches wie für den Muskel: Nur durch Reize wird er gestärkt.“
HR Mag. Dr. Günter Schmid, Vorsitzender der „Bildungsplattform Leistung & Vielfalt“
(www.bildungsplattform.or.at), Oberösterreichische Nachrichten online am 23. Jänner 2015

Befähigung und Ermutigung:

„Eine positive Einstellung zu Lernen und Leistung – das muss im Elternhaus vorgelebt und aufmerksam begleitet werden. Eltern und häufig auch Großeltern befähigen und ermutigen Kinder, sich aufzumachen und die Welt mit offenem Geist und Tatendrang zu entdecken.“
Joachim Gauck, Bundespräsident Deutschlands, Ansprache zum Bildungstag der ZEIT-Stiftung,
Hamburg am 6. November 2015

Prägung im Elternhaus:

„Die wichtigsten Umweltfaktoren für Intelligenz sind – so zeigen auch die Untersuchungen an den rumänischen und russischen Waisenkindern – eine positive Bildungserfahrung, ein sensorisch und kognitiv stimulierendes frühkindliches Umfeld und die Ermutigung durch die Eltern.“
Univ.-Prof. DDr. Gerhard Roth, „Bildung braucht Persönlichkeit – Wie Lernen gelingt“ (2011), S. 168f

Die 10 OECD-Staaten, in denen das Elternhaus 15-Jähriger den höchsten „Economic, Social and Cultural Status (ESCS)“ aufweist:

1. Island
2. Norwegen
3. Dänemark
4. Kanada
5. Finnland
6. Schweden
7. Großbritannien
8. Australien
9. Niederlande
10. Deutschland
OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2014: OECD Indicators“ (2014), Table A9.2.

Familien stärken!

„Heutzutage sehen und erleben wir an verschiedenen Fronten, wie die Familie geschwächt und in Frage gestellt wird; wie man meint, sie sei ein bereits überholtes Modell und habe keinen Platz in unseren Gesellschaften, die unter dem Vorwand der Modernität immer stärker ein auf die Isolierung gegründetes Modell begünstigen.“
Papst Franziskus, Ansprache in Chiapas am 15. Februar 2016 (von Radio Vatikan autorisierte Übersetzung)

Defizite in der Wissensvermittlung und Ausgrenzung:

„Die Unterrichtung von Schülern mit Förderbedarf in Regelschulen führt zu Defiziten in der Wissensvermittlung der Inklusionsklassen. Schüler mit Lernschwierigkeiten fühlen sich zum Teil dort ausgegrenzt.“
Schweriner Volkszeitung online am 26. Februar 2016

Dem Individuum bestmöglich gerecht werden:

„Institutionelle Trennung darf nicht Ausdruck fehlender Anerkennung oder Wertschätzung sein oder das Ziel verfolgen, von Teilhabe auszuschließen, sondern muss vielmehr dem Willen entspringen, dem Einzelnen und seinen Bedürfnissen bestmöglich gerecht zu werden und ihm das höchstmögliche Maß an gesellschaftlicher Teilhabe zu sichern.“
Dr. Axel Bernd Kunze, Vortrag vor der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit
am 30. April 2016 an der Hochschule Düsseldorf

Grenzen der Inklusion:

„Etwa für Kinder mit schweren psychischen Erkrankungen und Verhaltensstörungen gibt es weltweit keine Modelle für Inklusion, die funktionieren. Deshalb würde ich darüber nachdenken, ob bestimmte Menschen nicht doch Besonderes brauchen.“
Univ.-Prof. Dr. Bernd Ahrbeck, Der Standard online am 3. Mai 2016

Inklusion schadet Schwachen am meisten:

„Nirgendwo sonst hängt die Fähigkeit zum Lesen so stark von der sozialen Herkunft ab wie ausgerechnet in Bremen, das sich mit der niedrigsten Schülerquote mit sonderpädagogischem Förderbedarf brüsten kann.“
Dr. Heike Schmoll, Frankfurter Allgemeine Zeitung online am 10. Oktober 2012

Bittere Wirklichkeit:

„Natürlich gibt es an Inklusionsschulen schon Mobbing-Fälle. Und dann gehen die Eltern empört zur Schulleitung und beschweren sich. Die Wirklichkeit ist bitter.“
Univ.-Prof. Dr. Rainer Dollase, Westfalen-Blatt online am 19. Dezember 2012

Schwedens „inklusive“ neunjährige Grundschule:

„In den Grundschulen sieht die schwedische Schulinspektion schwerwiegende Mängel bei der sonderpädagogischen Förderung. Oft sei der Unterricht nicht den Lernvoraussetzungen der Schülerinnen und Schüler angepasst.“
Dr. Thomas Barow, „Vorbild oder Zerrbild? Außen- und Innenperspektive auf inklusive Bildung
in Schweden“, erschienen in „Inklusion-online” (2011), Nr. 4

Finnlands engagierter Umgang mit „special needs“:

„The proportion of students in special education in Finland in the early grades of primary school is relatively higher than in most other countries. The number of special needs students in Finland declines by the end of primary school and then slightly increases as students move to subject-based lower secondary school.“
Univ.-Prof. Dr. Pasi Sahlberg, „A Model Lesson – Finland Shows Us What Equal Opportunity Looks Like“
in „American Educator“ vom Frühjahr 2012, S. 24

Finnland:

„The number of students enrolled or ‚transferred‘ to full-time special education increased more than 60 percent –from under 5 percent to about 8.5 percent of the school population – between 2000 to 2009, while the number in part-time special education increased about 15 percent, from 20 percent to 23 percent of the school population.“
Univ.-Prof. Charles Sabel u.a., „Individualized Service Provision in the New Welfare State -
Lessons from Special Education in Finland“ (2011), S. 48

Rhetorik kein Ersatz für bildungswissenschaftliche Evidenz:

„Ideologisch motivierte ‚Immunisierungs‘-Tendenzen oder pseudophilosophische Begründungen des Inklusionsmodells und rhetorische ‚Purzelbäume‘, vor allem seitens der radikalen Inklusionsadvokaten, ersetzen keine Modell-Validitätsnachweise und schon gar nicht notwendige (Förder-)Programmevaluationen nach wissenschaftlichen Standards.“
Univ.-Prof. Dr. Kurt Heller, „Muss eine inklusive ‚Schule für alle‘ die Auflösung des gegliederten Schulsystems zur Folge haben?“ in Mathias Brodkorb u. a. (Hrsg.), „Inklusion – Ende des gegliederten Schulsystems?“ (2013), S. 50

Trendumkehr steht bevor:

„Ich rechne damit, dass die Separation noch eine Weile rückläufig sein wird, doch bald wird sich der Trend wieder umkehren.“
Univ.-Prof. Dr. Gérard Bless, Neue Zürcher Zeitung online vom 20. März 2016

Englands bittere Gesamtschulbilanz:

„People born in Britain in the 70s and 80s have tended to be less upwardly mobile than their parents and grandparents, while an increasing number of men and women have started to drop down the social ladder.“
The Guardian online am 12. März 2016

Frei finanzierte Privatschulen als Weg nach oben:

„Our research shows that your chances of reaching the top in so many areas of British life are so much better if you went to an independent school.“
Sir Peter Lampl, Sutton Trust, Independent online am 24. Februar 2016

Großbritanniens elitäre Privatschulen:

„The UK is a 'deeply' elitist society, with the top jobs overwhelmingly held by people educated at private schools and Oxbridge, according to new research.“
The Huffington Post online am 28. August 2014

Nur jeder sechste Arzt Englands besuchte eine „Gesamtschule“:

„In medicine, 61 per cent of doctors were privately educated while 22 per cent went to selective state grammar schools and just 16 per cent to comprehensives.“
Independent online am 24. Februar 2016

Englands „deep problem“:

„The sheer scale, the breadth and the depth of private school dominance of our society points to a deep problem in our country.“
Michael Gove, britischer Bildungsminister (2010-2014), Independent online am 10. Mai 2012

Die sechs OECD-Staaten, in denen die Leseleistung am meisten vom Bildungsabschluss der Eltern abhängt (PIAAC):

1. USA
2. England
3. Slowakei
4. Polen
5. Deutschland
6. Frankreich
Dr. Jo Blanden u. a., „Reducing Inequality in Education and Skills: Implications for Economic Growth“ (2015), S. 22

Die sechs OECD-Staaten, in denen die Wahrscheinlichkeit zu studieren mit Abstand am stärksten vom Bildungsabschluss der Eltern abhängt (Stand 2012):

1. Italien
2. Polen
3. USA
4. England
5. Nordirland
6. Frankreich
OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2014: OECD Indicators“ (2014), Table A4.1b

Das Gegenteil dessen, was „BildungsexpertInnen“ jahrelang behauptet haben, wird auch von der OECD bestätigt:

„While in all other OECD countries, at least 50 % of adults with tertiary-educated parents have also attained tertiary education, only 42 % of their Austrian counterparts have managed to do so.“
OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2014 – Country Note Austria“ (2014), S. 2

Österreichs differenziertes Schulwesen ermöglicht jungen Menschen den Aufstieg:

„45 Prozent der 35- bis 44-Jährigen haben einen höheren Bildungsabschluss als beide Eltern. 42 Prozent erreichen denselben Ausbildungsgrad, 13 Prozent steigen bildungstechnisch gesehen ab.“
Mag. Dr. Wolfgang Feller, „Österreich, Land der Bildungsaufsteiger“ (2016), S. 10

Eine treffliche Analyse des Scheiterns:

„Über das Schulsystem sind in immer schnellerer Folge hektische Reformen hereingebrochen, die nicht verlässlich strukturiert und zum Teil überstürzt verordnet wurden – wohl in dem Vertrauen, dass die Lehrer es schon richten und ihre Schüler nicht im Regen stehenlassen würden. […] Damit wurden die Hauptakteure im Bildungsgeschehen in ein Hamsterrad versetzt und ihre eigentlich pädagogische Aufgabe ausgehöhlt.“
Univ.-Prof. Dr. Hans-Jürgen Bandelt und Mag. Walther Janous, Der Standard online am 12. Mai 2016

„A kaleidoscope of reforms“:

„Education systems like Korea, Ontario and Singapore have taken the time to implement their reforms. They have taken the long view on educational change and have invested years rather than months in getting the right reforms firmly embedded. They have focused on a few priorities, a few core reforms, rather than multiple innovations or a kaleidoscope of reforms.“
OECD (Hrsg.), „Improving Schools in Wales“ (2014), S. 122f

Und das in einer OECD-Publikation!

Treibjagd:

„Es werden ständig neue Unterrichtskonzepte, Unterrichtsmittel, Beurteilungsformen und Medien eingeführt, pädagogische Konferenzen und Fortbildungen sind an der Tagesordnung, manchmal hab ich das Gefühl, dass dabei sogar ziemlich übertrieben wird – über die Schule gejammert und geschimpft wird aber trotzdem.“
Fritz Messner, Salzburger Nachrichten online am 11. Februar 2016

Reformitis:

„Oft steht der ideologische Furor in keinem Verhältnis zum pädagogischen Ertrag.“
Rainer Werner, guteschuleblog.wordpress.com am 24. Jänner 2016

Warnung vor hysterischen Reformen:

„Die Analysen zeigen, dass die zeitgenössischen Erwartungen in Bildungsreformen (‚Education, Education, Education! oder ‚Wir wollen alles und zwar sofort!‘) aus verschiedenen Gründen die Möglichkeiten wesentlich überschätzen. Nötig scheint der lange Atem, hysterische kurzfristige Interventionen mit der Hoffnung auf rasche Ergebnisse funktionieren nicht, auch wenn sie sich über lange Zeit ausdehnen.“
Dr. Lorenz Lassnig u. a., „Das österreichische Modell der Formation von Kompetenzen im Vergleich“ (Mai 2014), S. 50

Was Österreichs Schulpolitik erst lernen muss:

„Involving teachers in consultations leading to new reforms is crucial for the successful implementation of such reforms.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Study on Policy Measures to improve the Attractiveness
of the Teaching Profession in Europe“ (2013), Teil 1, S. 58

Wider das „Herumexperimentieren“:

„Zukunftsfähigkeit heißt für mich nicht, dass man das Rad der Pädagogik ständig neu erfinden muss. Wir sollten uns zurückhalten mit der Lust, ständig an unseren Kindern herumzuexperimentieren.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, „Der öffentliche Dienst aktuell“ (April 2016), S. 8

Qualität statt Tempo:

„Eine große Schwierigkeit für jeden Reformprozess besteht darin, dass niemand voraussehen kann, in was für einer Welt die Kinder in 20 Jahren leben werden. […] Wir sollten uns daher vor überstürzten Reformen hüten.“
Univ.-Prof. Dr. Remo Largo, „Schule endlich beim Kind angekommen“ in
Eva Wyss (Hrsg.), „Von der Krippe zum Gymnasium“ (2014), S. 16

„Narrative of crisis“:

„Public education is in a crisis only so far as society is and only so far as this new narrative of crisis has destabilized it.“
Univ.-Prof. Dr. Diane Ravitch, „Reign of Error – The Hoax of the Privatization Movement
and the Danger to America’s Public Schools“ (2014), S. 4

Der falsche Weg:

„Die Absolventen eines klassischen Gymnasiums hätten noch gewusst, dass im deutschen Wort Schule das griechische scholé steckt: Es bedeutet so viel wie Muße. Wer in Bildungsfragen Hektik verbreitet – und dies macht fast jeder – ist schon auf dem falschen Weg.“
Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann,
Vortrag am Edith-Stein-Gymnasium in Bretten am 12. Jänner 2016

Südkorea:

„Das schulische Wettrüsten nimmt bereits in den Kindergärten astronomische Ausmaße an, und für Absolventen eines Universitätsstudiums gibt es eigene Nachhilfeinstitute, in denen die Kunst des persönlichen Vorstellungsessays gelehrt wird.“
Der Standard online am 1. April 2016

Südkorea:

„Parents have to pay a large amount to support their children’s education and increase their chances of entering university through private tutoring and after-school lessons.“
OECD (Hrsg.), „OECD Skills Strategy Diagnostic Report Korea 2015“ (2015), S. 63

Südkoreas Nachhilfeschulen arbeiten bis tief in die Nacht hinein:

„Self-study libraries are allowed to stay open past 10 p.m. But the inspectors suspect this is a camouflaged hagwon. The students are studying from the same work sheets, and there are a handful of adults who appear to be teachers.“
TIME Asia vom 3. Oktober 2011

China:

„For the success of their children, parents send their children from the in-school classes directly to various after-school classes, ignoring children’s individual ability. […] In China, the most tired people are children.“
Dr. Wei Li u. a., „An Analysis on Social and Cultural Background of the Resistance for China’s Education Reform and Academic Pressure“ in „International Education Studies“, Vol. 3, No 3; August 2010, S. 211

Nachhilfe im Extremausmaß:

„Chinese families have been hiring test-prep tutors since the 7th century. Modern-day South Korea has taken this competition to new extremes. In 2010, 74 % of all students engaged in some kind of private after-school instruction, sometimes called shadow education, at an average cost of $2,600 per student for the year.“
TIME Asia vom 3. Oktober 2011

Singapur:

„Households spent about S$ 820 million (US$ 680 million) on center and home-based private tutoring in 2008.“
Univ.-Prof. Dr. Mark Bray u.a., „Shadow Education“ (2012), S. 21

Nachhilfe für fast alle SchülerInnen:

„In Hong Kong surveys conducted in 2009 indicate that about 72.5 % of primary students and 85 % of secondary students received some form of private tutoring.“
Dr. Thomas M. Anderson u.a., „Education Fever and the East Asian Fertility Puzzle“ (2012), S. 18

Japan:

„Betrachtet man die Mathematik, so nehmen 70 Prozent der 15-jährigen Japaner Hilfsangebote in Anspruch. […] Es folgen 66 Prozent der Koreaner, 55 Prozent der Griechen und 53 Prozent der Portugiesen.“
Die Welt online am 27. Jänner 2016

Wirtschaftsfaktor Nachhilfe:

„In Japan gibt es eine Unzahl von Nachhilfe- und Vorbereitungsschulen. Schon Sechs-, Siebenjährige werden in Nachhilfeschulen gesteckt, obwohl sie oft erst am späten Nachmittag von der Schule nach Hause kommen. […] Diese Schulen machen riesige Umsätze, sie sind ein gewaltiger Wirtschaftsfaktor im Land.“
Dr. Leopold Federmair, Schriftsteller, Der Standard online am 16. Mai 2015

Schwindelerregende Ausgaben:

„Shadow education systems are expanding at an alarming rate in Asia. Households in certain countries spend staggering portions of their incomes on shadow education.“
Univ.-Prof. Dr. Mark Bray u.a., „Shadow Education“ (2012), Preface

Vor den Vorhang, Frau Landesrätin!

„Unsere Lehrerinnen und Lehrer leisten in dieser herausfordernden Zeit Großartiges. Ich warne aber davor, das System zu überlasten. Wir müssen für einen reibungslosen Ablauf der Bildungswege unserer Kinder sorgen und endlich die nötigen Mittel dafür zur Verfügung stellen.“
Mag. Barbara Schwarz, Bildungslandesrätin Niederösterreichs, Presseaussendung vom 25. März 2016

Das öffentliche Bildungssystem wird kaputtgespart:

„In Deutschland sprießen in den Fußgängerzonen die Nachhilfeinstitute, Lernhilfe und so weiter, wo man für Geld das nachkaufen muss, was das öffentliche Bildungssystem zu leisten nicht mehr in der Lage ist. Nicht, weil die Lehrer es nicht könnten, sondern weil einfach die Ressourcen fehlen.“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph und Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Bildung und Wissen“ (GBW; http://bildung-wissen.eu), BundeslehrerInnen-Tag 2015 der ÖPU/FCG, Linz am 12. März 2015

Bundesweite Schulstudie in Deutschland:

Auf die Frage, wo mehr investiert werden soll, antworteten 66 % der Befragten: in die Bildung.
Insa Consulere, „Schulstudie 2014“ (2014)

Südkorea sprach nicht nur von einer Bildungsoffensive:

„Overall expenditures on educational institutions as a percentage of GDP increased sharply between 2000 and 2009.“
OECD (Hrsg.), „Lessons from PISA for Korea“ (2014), S. 41

Der wichtigste Schlüssel:

„Nicht Klima und Rohstoffe, sondern Bildung ist der wichtigste Schlüssel fürs Überleben der Menschheit.“
Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Lutz, Direktor des Vienna Institute of Demography, Kurier online am 19. Februar 2016

Sparen auf Kosten der Zukunft:

„Underinvestment in human capital risks undermining Europe's prospect for sustainable and inclusive growth.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Education and Training Monitor 2014“ (2014), S. 7

Der vielfältige Wert von Bildung:

„Bildung hat einen Eigenwert, es ist keine praxisrelevante Formel, sondern ein humanes Leitmotiv. Selbst wenn Bildungsanstrengungen keinerlei ökonomischen Effekt hätten, wären sie immer noch wertvoll.“
Univ.-Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin in Nida-Rümelin u. a., „Auf dem Weg in eine neue deutsche Bildungskatastrophe“ (2015), S. 115

Ressourcen und Vielfalt:

„Nötig wären mehr Ressourcen für differenzierten Unterricht und den Schulalltag.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Die Presse online am 28. März 2014

Österreichs Politik quasselt zwar über PISA, war aber für „the first lesson“ bisher taub:

„The first lesson from PISA is that the leaders in high-performing school systems seem to have convinced their citizens to make choices that value education more than other things.“
OECD (Hrsg.), „Universal Basic Skills“ (2015), S. 13

„Diese Strukturen muss man überdenken“:

„Der Staat hat seine Kernaufgaben vernachlässigt zugunsten einer Expansion des Sozialstaats.“
Univ.-Prof. Dr. Clemens Fuest, Die Welt online am 22. Februar 2016

Am Ende der vierjährigen Gesamtschule Volksschule:

„Die Vorarlberg-Ergebnisse bei der aktuellen Bildungsstandardserhebung in Deutsch 4. Schulstufe zeigen deutliche Leistungsunterschiede zwischen Schüler/innen mit anderer Erstsprache als Deutsch und Schüler/innen mit deutscher Erstsprache sowie zwischen Schüler/innen aus bildungsfernen und bildungsnahen Haushalten.“
Dr. Bernadette Mennel, Bildungslandesrätin Vorarlbergs, Anfrage-Beantwortung vom 29. April 2016

Und deshalb eine achtjährige Gesamtschule?

Von Frankreichs Einheitsschulen lernen!

„Die OECD hat in mehreren Studien ermittelt, dass die Bildungs- und Berufschancen in keinem anderen europäischen Industrieland so stark von der sozialen Herkunft abhängig sind wie in Frankreich. Das ist auch eine Folge der noch unter Präsident Giscard d’Estaing beschlossenen Verlängerung der Einheitsschule bis zur neunten Klasse.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung online am 18. April 2016

Vom differenzierten Schulwesen Bayerns lernen:

„Das Bundesland liegt bei der Auswertung in den Hauptkriterien Lesekompetenz, Naturwissenschaften und Mathematik ganz vorne, gefolgt von Baden-Württemberg und Sachsen. Vor allem im Bereich Gymnasium ist Bayern einsame Spitze und führt in den Disziplinen Lesekompetenz und Mathematik."
http://www.bayern-blogger.de am 16. April 2014

„Individueller Entwicklungserfolg und gesellschaftliche Wohlfahrt bedingen einander“:

„Je besser die Gesellschaft Menschen in die Lage versetzt, ihre individuellen Möglichkeiten zu verwirklichen, umso größer sind deren Beiträge zum gesellschaftlichen Miteinander, zum Wohlstand und Erfolg des Gemeinwesens als Ganzem.“
Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina (Hrsg.), „Frühkindliche Sozialisation“ (2014), S. 15

Realitätsverweigerung:

„Während an jeder Volkshochschule, sei es bei den Sprach- oder EDV-Kursen, nach Lernvoraussetzungen exakt in Grund-, Aufbau- und Fortgeschrittenenkurse differenziert wird, während an der Universität je nach Ergebnis des vorgeschalteten Sprachtests die Englischstudenten in die entsprechenden Niveaus der GLC-Kurse eingewiesen werden, während beim Erlernen jeder Sportart leistungsdifferenzierte Gruppen gebildet werden, soll also für die Schule der Grundsatz gelten, es lernt sich umso leichter, je heterogener die Lerngruppe ist, weshalb dann auch die Totalinklusion am Gymnasium kein Problem sei.“
Heinz-Peter Meidinger, Bundesvorsitzender des Deutschen Philologenverbandes,
„Profil“ (Zeitung des dphv) vom September 2014, S. 3

„Die Welt lebt von der Unterschiedlichkeit und von der Vielfalt“:

„Hätte man David Alaba gezwungen, mit mir in die Fußballschule zu gehen, dann wäre er heute nicht bei Bayern München.“
Dr. Tassilo Wallentin, „Pro und Contra“, PULS 4 am 15. September 2014

Unterschiedliche Zielsetzungen:

„Es gibt Voraussetzungen, die Schüler mitbringen oder eben nicht mitbringen. Das Gymnasium soll zur allgemeinen Hochschulreife führen.“
Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Süddeutsche Zeitung online am 19. Mai 2014

Japan, einer der ältesten „Gesamtschulstaaten“ der OECD:

„The excessive competition for entry to the best schools or top-class universities has inflicted psychological stress on both children and parents. This intensified competition has often been referred to in the media as ‚examination hell.‘“
Yasuo Saito, „Distinctive Features of the Japanese Education System“ (2012), S. 6

Staatliche Einheitsschulen führen zu Segregation:

„Solche zentralisierten Systeme führen nicht nur nicht zu mehr Chancengleichheit, sondern zu mehr Segregation, und führen nicht nur nicht zu steigenden Leistungswerten, sondern eher zum Gegenteil.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, BundeslehrerInnentag 2014 der ÖPU Oberösterreich, Linz am 19. März 2014

Entmündigung der Betroffenen verhindern!

„Die Umwandlung in eine Modellregion scheint sich zum neuen ‚Zaubermittel‘ zu entwickeln, um die Rechte der Betroffenen im Schulsystem zu eliminieren.“
Steirischer Landesverband der Elternvereine an Schulen für Schulpflichtige, Presseaussendung vom 4. April 2016

In Großbritannien besuchte nicht einmal jeder fünfte Topjournalist eine staatliche Gesamtschule:

„This year, of the Sutton Trust’s top 100 journalists that were educated in the UK, 51 % attended private schools, 30 % grammars and 19 % comprehensives.“
Sutton Trust (Hrsg.), „Leading People 2016 - The educational backgrounds of the UK professional elite“ (2016), S. 26

Die Bedeutung der sündteuren Privatschulen Englands:

„Nur sieben Prozent der britischen Bevölkerung haben eine gebührenfinanzierte Privatschule besucht. […] Im Justizsystem haben 74 Prozent der Richter am High Court und in den Gerichten der höheren Instanzen eine private Schulausbildung genossen. 61 Prozent der führenden Ärzte im Vereinigten Königreich wurden an nichtstaatlichen Schulen erzogen.“
Der Spiegel online am 26. Februar 2016

Geld statt Leistung:

„Geld ist immer ein gutes Argument, um Differenz herzustellen, aber ein wenig legitimes Argument. Sie erinnern sich vielleicht an jenen Verbandspräsidenten aus Österreich, der ein Gesamtschulmodell vorschlug und dann im Interview zugeben musste, dass seine Kinder auf eine Privatschule für 12.500 Euro oder so gehen, und sich damit entschuldigte, nicht er, sondern seine Frau habe das gewollt.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, „Bildungsreform 2015 – Fortschritt oder Rückschritt?“,
Keynote beim „Weis[s]en Salon“ vom 10. Dezember 2015

Südkorea:

„Between 2000 and 2009, the share of private funding for primary and lower secondary education in Korea increased by 4.6 percentage points to reach 23.8 %. […] While Korea increased its public expenditure on primary and lower secondary education by 78 %, private funding increased by 134 % between 2000 and 2009.“
OECD (Hrsg.), „Lessons from PISA for Korea“ (2014), S. 42

Japan:

„Families cover between 71 and 86 % of the annual expenditures of university students.“
Univ.-Prof. Dr. Jaap Dronkers, „Quality and Inequality of Education: Cross-National Perspectives“ (2010), S. 248

Finanzielle Interessen:

„The privatization agenda excites the interest of edu-entrepreneurs, who see it as a golden opportunity to make money.“
Univ.-Prof. Dr. Diane Ravitch, „Reign of Error – The Hoax of the Privatization Movement
and the Danger to America’s Public Schools“ (2013), S. 37

Studieren für viele AmerikanerInnen nicht mehr leistbar:

„To many Americans, the financial cost of higher education is, in fact or perception, prohibitive.“
Melissa Kearney & Benjamin Harris, www.brookings.edu am 4. Oktober 2013

Die Privatisierung des Bildungswesens schreitet voran:

„Comparing expenditure on primary to tertiary levels of education combined, the share of private funds exceeds 20 % in Canada, Israel, Portugal and the United Kingdom, 25 % in Australia, Japan and New Zealand, 30 % in Colombia, Korea and the United States, and reaches nearly 40 % in Chile.“
OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2015: OECD Indicators“ (2015), S. 240

In Österreich sind es erst 4 %. (ibidem, S. 248)

Milliardenmarkt Bildung:

„Wenn die staatliche Bildungskost zum Bildungs-Diätmenü verkommt, dann geben verantwortungsbewusste Eltern alles, um ihrem Kind ein Fünf-Gänge-Bildungs-Menü zu sichern.“
Mag. Dr. Karl Digruber, Vorsitzender der AHS Gewerkschaft Tirol,
„fcg-ahs-aktuell“ (Zeitung der FCG AHS Tirol), Dezember 2015, Seite 2

Auch konfessionelle Privatschulen bewahren Österreich vor schulischer Segregation:

„Gerade die gemeinnützige konfessionelle Schule trägt in unserem Land dazu bei, dass die frei finanzierten und wirklich teuren Privatschulen in Österreich nur einen sehr begrenzten Markt finden. […] Weil wir die leistbaren konfessionellen Privatschulen haben, bleibt uns die extreme Segregation in der Bildungslandschaft erspart“
HR Sr. Dr. Beatrix Mayrhofer, Präsidentin der Vereinigung der Frauenorden Österreichs,
http://www.ordensgemeinschaften.at am 12. Jänner 2016

Frühkindliche Weichenstellungen:

„Bis sechs Jahre stellen sich die Weichen für den späteren Bildungsweg. Wer bis dahin, bei Bedarf nicht massiv gefördert wird, schafft später den sozialen Aufstieg nicht.“
Univ.-Prof. Dr. Marcel Fratzscher, Präsident des Instituts der deutschen Wirtschaftsforschung (DIW),
Trend online am 12. April 2016

Mit 10 Jahren ist die Entscheidung gefallen:

„Ability gaps between individuals and across socioeconomic groups open up at early ages, for both cognitive and socio-emotional skills. Cognitive abilities become stable around the age of 10.“
Univ.-Prof. Dr. Giorgio Brunello u. a., „Books Are Forever:
Early Life Conditions, Education and Lifetime Income“ (2012), S. 12

Gesamtschulhoffnungen blieben unerfüllt:

„Selbst der längere gemeinsame Schulbesuch von Kindern unterschiedlicher Sozialschichten, auf den viele ihre Hoffnung setzen, vermag den Einfluss der Herkunft nicht zurückzudrängen. Das zeigen Untersuchungen des Gesamtschulexperten Helmut Fend in Hessen.“
Die Zeit online am 11. Juli 2012

Gesamtschulland England = Privatschulland England:

„In England, a child’s socio-economic status is the best predictor of their educational attainment.“
Loic Menzies, Direktor des LKM Consulting, „Educational Aspirations:
How English schools can work with parents to keep them on track“ (2013), S. 2

Wissenschaftliche Evidenz eindeutig:

„Numerous studies have documented that highly educated parents, and mothers in particular, spend more time in active care of children than their less educated counterparts.“
Univ.-Prof. Dr. Ariel Kalil u. a., „Diverging Destinies: Maternal Education and
the Developmental Gradient in Time With Children“ in „Demography“ (2012) 49, S. 1362

Die Bildung der Mutter:

„Wir sammelten Berge von Daten, und es zeigte sich, dass die Bildung der Mutter eine entscheidende Rolle spielte.“
Univ.-Prof. James Heckman, Nobelpreisträger des Jahres 2000 für Wirtschaftswissenschaften,
Die Zeit online am 20. Juni 2013

Universitäre Ausbildung bedeutet bei uns, anders als im hohen Norden, meist Verzicht auf Kinder:

„Low fertility in Austria, Switzerland, and western Germany is largely attributable to high childlessness, especially among tertiary educated women.“
Vienna Institute of Demography (Hrsg.), „Future fertility in low-fertility countries“ (2013), S. 17

Auf die Eltern kommt es am meisten an:

„Parenting style emerges as the single largest domain explaining the poorer cognitive performance of low-income children relative to middle-income children, accounting for 21 % of the gap in literacy, 19 % of the gap in mathematics, and 33 % of the gap in language.“
Univ.-Prof. Dr. Jane Waldfogel u. a., „Early Years Policy“ (2011), S. 5

Überforderung der LehrerInnen:

„Wenn Kinder schon beim Schuleinstieg Lernunterschiede von bis zu drei Jahren mitbrächten, könnten Lehrer diese Defizite schlicht nicht ausgleichen.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Oberösterreichische Nachrichten online am 2. April 2016

Vererbbarkeit von Bildung:

„Eines wird bei der Diskussion um die Vererbbarkeit von Bildung gern vergessen: Sie ist nicht nur eine Bringschuld des Staates, sondern auch eine Holschuld der Bürger. Und in gewissen soziokulturellen Umfeldern herrscht nicht nur Bildungsferne, sondern richtiggehende Bildungsfeindlichkeit.“
Die Presse online am 5. Mai 2016

Das Kind in den Mittelpunkt!

„Inklusion sei keine Frage der Ideologie, sondern eine Frage, was das Beste für jedes einzelne Kind sei.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Der Standard online am 3. Mai 2016

So vernünftig interpretiert man in Finnland „Inklusion“ im Bildungswesen:

„Everyone has the right to a basic education free of charge and equal opportunity to receive other than basic education according to his or her capabilities and needs.“
Ministry of Social Affairs and Health (Hrsg.), „A Strong Basis for Inclusion and Equality:
Finland’s Disability Policy Programme VAMPO 2010-2015“ (2012), S. 41

Sonderpädagogik Finnlands Asset:

„The systematic attention given to children who are identified as having ‚learning needs’ is a key feature of Finland’s success in international rankings, and it is premised on the idea that individual pupils who are struggling need to be identified early and given appropriate support to improve.“
Jonathan Clifton u.a., „Closing the Attainment Gap in England’s Secondary Schools“ (2012), S. 24

„Special needs education“ – Finnlands Asset:

„It is the bottom quintile of Finnish students who outperform the most, and thereby raises the mean to the top of the international league tables.“
Univ.-Prof. Dr. Charles Sabel u. a., „Individualized Service Provision in the New Welfare State: Lessons from Special Education in Finland“ (2010), S. 3

Inklusion zu Ungunsten der Inkludierten:

„Nach meinen Erfahrungen werden bei einer vollständigen Inklusion Betroffene praktisch in jeder Unterrichtsstunde in einen sozialen Vergleich gezwungen. Und der geht nicht selten zu Ungunsten des inkludierten Kindes aus, und das Selbstbewusstsein leidet.“
Univ.-Prof. Dr. Rainer Dollase, Bildungswissenschaftler, Saarbrückner Zeitung vom 14. März 2013

„Nicht prinzipiell auf institutionelle Differenzierungen verzichten“:

„Ich glaube nicht, dass grundsätzlich immer, zu allen Zeiten und bei jedem Kind der inklusive Weg der richtige ist. Und ich bin ebenso davon überzeugt, dass man nicht prinzipiell auf institutionelle Differenzierungen verzichten sollte. [...] So sind Kinder mit massiven Verhaltensstörungen oft nur sehr schwer zu integrieren. Es gibt weltweit kein tragfähiges Modell, in dem eine totale Inklusion für diese Personengruppe funktioniert.“
Univ.-Prof. Dr. Bernd Ahrbeck, Institut für Rehabilitationswissenschaft an der Berliner Humboldt Universität, www.bildungsklick.de am 18. Mai 2012

Die traurige Realität „gemeinsamer Beschulung“:

„Students with disabilities often become the targets of violent acts including physical threats and abuse, verbal abuse, and social isolation. The fear of bullying can be as great an issue for children with disabilities as actual bullying.“
WHO (Hrsg.), „World Report on Disability“ (2011), S. 216

Hoher Wert:

„Die verschiedenen Sonderschulformen repräsentieren behinderungsspezifische schulische Lernumwelten mit dem Ziel, optimale Entwicklungs- und Förderbedingungen für die betr. Behindertengruppen zu ermöglichen.“
Univ.-Prof. Dr. Kurt Heller, „Muss eine inklusive ‚Schule für alle‘ die Auflösung des gegliederten Schulsystems zur Folge haben?“
in Mathias Brodkorb u. a. (Hrsg.), „Inklusion – Ende des gegliederten Schulsystems?“ (2013), S. 65

„Gleichmacher-Keule“:

„Die neue Ausbildung der Pädagogen wird von der Politik als Erfolg verkauft. Aber leider hat auch hier die Gleichmacher-Keule zugeschlagen.“
HR Mag. Dr. Günter Schmid, Vorsitzender, 4. Generalversammlung der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“ am 2. Dezember 2015

Finnlands meistgeschätzte LehrerInnen:

„Sonderpädagogen sind dort angesehene und gut bezahlte Spezialisten, während bei uns diese Ausbildung abgeschafft und auf ein ‚Modul‘ für alle ‚Einheitslehrer‘ reduziert wird.“
Dr. Günter Lachawitz, Wiener Zeitung online am 23. Februar 2016

Rechnungshof rügt Unterrichtsministerin:

„Die Empfehlung des RH an das BMBF, für alle außerordentlichen Schüler mit Migrationshintergrund eine standardisierte Lernfortschrittsdokumentation einzuführen, in der Informationen zum erreichten Sprachniveau enthalten sind, und diese dann dem Schülerstammblatt beizufügen, blieb offen.“
Rechnungshof (Hrsg.), „Bund 2016/5“ (April 2016), S. 151

Letzter Platz für Österreich bei der Integration:

„In Austria, 89 % of Turkish families speak Turkish at home, while this share is substantially lower for instance in Germany (66 %) and in Denmark, where only 34 % of Turkish families do not speak Danish at home.“
Univ.-Prof. Dr. Christian Dustmann u. a., „Educational achievement of second-generation immigrants:
an international comparison“ in „Economic Policy“ vom Jänner 2012, S. 172

SchülerInnen der Volksschule mit nichtdeutscher Umgangssprache (Stand 2014/15):

Burgenland:
Kärnten:
Niederösterreich:
Oberösterreich:
Salzburg:
Steiermark:
Tirol:
Vorarlberg:
Wien:
Österreich:
17,0 %
15,1 %
17,7 %
23,6 %
24,6 %
17,3 %
18,3 %
30,8 %
56,3 %
27,6 %
Statistik Austria (Hrsg.), Schulstatistik vom 14. Dezember 2015

„Dramatisch, aber nicht wirklich überraschend“:

„Die Ergebnisse der Standardüberprüfungen Deutsch in der 4. Klasse Volksschule, nach der 40 % der Schüler die geforderten Lernziele nicht erreichen, sind dramatisch, aber nicht wirklich überraschend.“
Dr. Rainer Gögele, Obmann von Pro Gymnasium Österreich, Aussendung vom 3. April 2016

Was Österreichs Politik jahrzehntelang nicht wahrhaben wollte:

„High ethnic diversity of schools hampers to a similar degree the educational performance of students with an immigrant background in all destination countries, regardless of the level of stratification of their educational systems.“
Univ.-Prof. Dr. Jaap Dronkers u.a., „Positive but also Negative Effects of Ethnic Diversity in Schools on Educational Performance?“ in Windzio (Hrsg.), „Integration and Inequality in Educational Intitutions“ (2013), S. 92

Die Folgen eines jahrzehntelangen Verzichts auf Integrationspolitik:

„In Wien sind Bezirke zu finden, in denen mehr als die Hälfte der Volksschulkinder im Alltag überwiegend eine andere Sprache als Deutsch spricht. Die höchsten Anteile weisen dabei Volksschulen im 5. Wiener Gemeindebezirk auf (87,2 %), gefolgt vom 20. (81,9 %), 15. (81,1 %) und 16. Bezirk (79,8 %).“
Statistik Austria (Hrsg.), „Bildung in Zahlen 2014-15, Schlüsselindikatoren und Analysen“ (April 2016), S. 26

Scheuklappenpolitik beenden:

„Wien muss die ideologischen Scheuklappen ablegen und flächendeckend effektive und intensive Deutsch-Vorbereitungsklassen einführen. Das ist ein Gebot der Stunde.“
Mag. Gernot Blümel, Obmann der ÖVP-Wien, Presseaussendung vom 28. April 2016

Verpflichtende Vorbereitungsklassen:

„Angesichts der großen Anzahl von außerordentlichen Schülern in Wien, die in den letzten Jahren rasant angestiegen ist, ist die Einrichtung von verpflichtenden und getrennten Vorbereitungsklassen außerhalb des Regelunterrichts für jene Kinder, die aufgrund mangelnder Beherrschung der deutschen Sprache dem Unterricht nicht folgen können, unumgänglich."
LT-Abg. Sabine Schwarz, Bildungssprecherin der ÖVP Wien, Presseaussendung vom 15. April 2016

Arbeitslosenquote 25- bis 29-Jähriger nach Geburtsort (Stand 2015):  


Österreich:
Deutschland:
Finnland:
EU-Mittelwert:
Italien:
Inland
5,0 %
5,2 %
11,0 %
12,0 %
22,9 %
Ausland
11.2 %
9,0 %
15,3 %
15,6 %
20,0 %
Eurostat, Abfrage vom 30. April 2016

„Boosting migrants’ chances of employment“:

„Early and intensive efforts to improve literacy and language proficiency, and provide adult education and vocational training, are essential to boosting migrants’ chances of employment.“
Angel Gurría, OECD-Generalsekretär, Ansprache vom 13. April 2016 in Washington D.C.

Über 4 Millionen arbeitslose Jugendliche:

„Im März 2016 waren in der EU28 4,287 Millionen Personen im Alter unter 25 Jahren arbeitslos, davon 2,936 Millionen im Euroraum.“
Eurostat (Hrsg.), Presseaussendung vom 29. April 2016

Jugendarbeitslosigkeit im internationalen Vergleich:   



Deutschland:
Tschechien:
Österreich:
Niederlande:
Großbritannien
EU-Mittelwert:
Schweden:
Finnland:
Frankreich: 
Italien:
Spanien:

 
6,9 %
9,8 %
10,9 %
11,4 %
13,2 %
19,1 %
19,1 %
21,9 %
24,0 %
36,7 %
45,5 %
Differenzierung im
öff. Schulwesen ab:
10
11
10
12
16

16
16
15
14
16
Eurostat (Hrsg.), Presseaussendung vom 29. April 2016

Studieren als Alternative zur Arbeitslosigkeit:

„Spain and Italy also have the highest proportions of youths (25-29) still in education or training.“
Francesco Berlingieri, M.Sc., u.a., „Youth Unemployment in Europe - Appraisal and Policy Options“ (2014), S. 44

Schweden:

„Even in Sweden, which is in many respects a model country (high welfare and high productivity), youth unemployment is high because the responsibility between school, labour exchange and social service is divided, and because there are strict demarcations between standard education and youth measures, and because there is an overdue emphasis on academically oriented upper secondary school education.“
Univ.-Prof. Dr. Günther Schmid, „Youth Unemployment in Korea:
From a German and Transitional Labour Market Point of View“ (2013), S. 10

Brennpunkt Wien:

„Von den österreichweit 353.874 gemeldeten Arbeitslosen waren 124.802 in Wien (ein Anteil von 35 Prozent), von den insgesamt 70.823 Schulungsteilnehmern waren 29.063 in Wien (ein Anteil von 41 Prozent).“
Die Presse online am 2. Mai 2016

Jugendarbeitslosenquoten nach Bundesländern (Stand März 2016):

Tirol:
Vorarlberg:
Salzburg:
Oberösterreich:
Steiermark:
Niederösterreich:
Burgenland:
Kärnten:
Wien:
5,3 %
5,3 %
5,4 %
6,7 %
8,6 %
9,7 %
11,2 %
11,8 %
15,5 %
AMS-Datenbank, Abfrage vom 2. Mai 2016

Innerdeutsches Gefälle bei der Arbeitslosigkeit 15- bis 25-Jähriger (Stand April 2016):

Baden-Württemberg:
Bayern:
Rheinland-Pfalz:
....
Bremen:
Berlin:
Mecklenburg-Vorpommern:
2,8 %
3,0 %
4,4 %
....
9,4 %
9,5 %
11,0 %
Statista online, Abfrage vom 2. Mai 2016

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