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Medien-Zitate Juni - August 2016

(Ausgewählt und kommentiert von Gerhard Riegler - Ältere Zitate siehe Archiv!)

Deutschland und Österreich Vorbilder:

„Many countries have started reforming their apprenticeship systems in order to provide dual learning pathways.“
Eurofound (Hrsg.), „Exploring the diversity of NEETs“ (2016), S. 49

Deutschlands Bildungsministerin ist sich der Qualität des vielfältigen Bildungswesens bewusst:

„Mit einer differenzierten Hochschullandschaft aus erfolgreichen Universitäten und Fachhochschulen und der international viel gelobten dualen Berufsausbildung haben wir in Deutschland ein hervorragendes Bildungs- und Ausbildungssystem.“
Prof. Dr. Johanna Wanka, Bildungsministerin Deutschlands, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom Juni 2016, S. 47

Österreich im europäischen Spitzenfeld:

„Österreich weist im europäischen Vergleich (EU-28-Länder) in allen untersuchten Indikatoren, welche in direktem Zusammenhang zur Situation der Jugendbeschäftigung zu sehen sind und vor allem Jugendarbeitslosigkeit und erreichte Bildungsabschlüsse betreffen, vergleichsweise günstige Werte (bezogen auf den Durchschnitt der EU-28-Länder) auf.“
ibw (Hrsg.), „research brief“ vom Juni 2016, S. 1

Zeit für Reflexion:

„Perhaps it is time to consider whether the explosion of assessment tests as a basis for quantitative evidence-based policy making and accountability comes at too high a cost. As we generate more and more educational data, are we forgetting that not everything that counts can be measured?“
Lars Jakobsen u. a., „Focus on: Does good evidence make good education policy?“,
webgate.ec.europa.eu am 23. Juni 2016

Zählt nur, was messbar ist?

„Was bezweckt jemand, der Lesekompetenzen, mathematische und naturwissenschaftliche Kompetenzen als wichtigste Merkmale für den Erfolg eines Bildungswesens beschreibt, nicht aber politische, soziale, ethische, künstlerische Fähigkeiten?“
Univ.-Prof. Dr. Volker Ladenthin, Junge Welt online am 10. Dezember 2013

Die Vermessenheit der Vermesser;

„Menschen und ihr Lernen lassen sich nicht vermessen wie Maschinen und technische Prozesse – und noch vermessener wäre es, zu glauben, sie ließen sich vergleichbar steuern und planen.“
Univ.-Prof. Dr. Hans Brügelmann, www.news4teachers.de am 6. März 2016

Kein Zufall:

„Nicht zufällig hat die OECD, die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, PISA in Auftrag gegeben.‘“
Univ.-Prof. Dr. Klaus Zierer, Erziehungswissenschaftler, Weser Kurier vom 11. Jänner 2014

Arroganz statt Legitimation:

„Mit ihrem ‚Kompetenz‘-Begriff maßt sich eine demokratisch nicht legitimierte Elite an, überkulturelle und übersystemische Vergleichskriterien für Bildung zu bieten.“
Pater Klaus Mertes, Direktor des Kollegs St-Blasien, Badische Zeitung vom 11. Dezember 2013

Sokratische Pädagogik versus PISA & Co:

„Was Sokrates den Schülern beibringt, ist analytisches Denken und das Argumentieren der durch dieses Denken gewonnen Erkenntnisse. Damit steht die ‚sokratische Pädagogik‘ im diametralen Gegensatz zu PISA-Pädagogik und Zentralmatura/abitur, die nicht die freie Entfaltung des Individuums und dessen umfassende Bildung fördern, sondern auf die Erzeugung von landesweit einheitlichem ‚Humankapital‘ ausgerichtet sind, dessen Güte in standardisierten Testverfahren kontrolliert wird.“
Mag. Bernhard Heinzlmaier, „Performer, Styler, Egoisten“ (2013), S. 43

Der Unsinn der Pseudo-ExpertInnen:

„Zu lange hat die Wirtschaft den Bildungsökonomen in den Bildungsabteilungen der eigenen Interessenverbände vertraut, die diesen Unsinn seit 15 Jahren in einer Flut von Gutachten und Expertisen propagieren.“
Prof. Dr. Jochen Krautz, Der Standard online am 23. Juni 2015

Cui bono?

„Aus internationalen Leistungsstudien wie Pisa, aber auch aus den nationalen Tests und den statistisch erhobenen Daten lassen sich keine kausalen Erklärungen ableiten, warum ein Wert besser oder schlechter gerankt wird.“
Univ.-Prof. Dr. Malte Brinkmann, Der Standard online am 18. Jänner 2016

„Misused and abused“:

„If the public comes to understand how flawed the tests are, how marred by random error, statistical error, measurement error, and human error, they would lose their luster. They are not scientific instruments. They are social constructions. And these imperfect instruments are being misused and abused to advance a wrong-headed political agenda.“
Univ.-Prof. Dr. Diane Ravitch, Education Week online am 5. Juni 2012

Dumm und schädlich:

„Bildungsmessung ist ein Verfahren, das dort und da Informationen erbringt, die nicht uninteressant sind. Aber die mediale Rezeption und der bildungspolitische Umgang mit PISA sind ebenso dumm wie schädlich.“
HR Mag. Dr. Christian Schacherreiter, Direktor des Peuerbach-Gymnasiums in Linz,
„thema GYMNASIUM“ (Printmedium der ÖPU Oberösterreich) vom Juni 2016, Seite 1

Österreichs Politik völlig egal?

„Laut einer im März und April durchgeführten Umfrage der Arge Burnout, an der 11.000 der 70.000 Pflichtschullehrer teilgenommen haben, fühlen sich Lehrer deutlich stärker unter Druck als Richter und Angestellte. Sie fühlen sich ähnlich strapaziert wie Ärzte.“
Die Presse online am 10. Mai 2016

Extremes Burnout-Risiko:

„Die Lehrergemeinschaft scheint […] im Vergleich zu anderen Berufsgruppen – und es wurden mittlerweile mehr als 60 Berufe und Personengruppen mit Burnout in Verbindung gebracht – eines der höchsten Risiken aufzuweisen, an Burnout zu erkranken.“
Univ.-Prof. Dr. Nadia Sosnowsky, „Burnout – Kritische Diskussion eines vielseitigen Phänomens“
in Martin Rothland (Hrsg.), „Belastung und Beanspruchung im Lehrerberuf“ (2012), S. 120

Opfer abgehobener Politik:

„Ein Hauptproblem scheint mir die Überforderung der Lehrkräfte vor allem aufgrund der Heterogenität der Klassen zu sein.“
Univ.-Doz. Mag. Dr. Georg Cavallar, Der Standard online am 23. Juni 2016

Vielfalt der Bildungswege nutzen:

„Wir haben auf den Gymnasien eine Anzahl von Schülern, die dort nicht richtig aufgehoben sind angesichts ihrer Leistungen und Begabungen.“
Dr. Susanne Eisenmann, Baden-Württembergs neue Kultusministerin, www.news4teachers.de am 26. Mai 2016

„Eine Katastrophe“:

„Ich bin ein Gegner einer gemeinsamen Schule und einer Ganztagsschule. Ich halte diese Dinge für eine Katastrophe.“
Mag. Bernhard Heinzlmaier, Jugendforscher, Vorarlberger Nachrichten online am 17. März 2016

Hohe Gesundheitsbelastung:

„Dass sich zahlreiche arbeitsbezogene Einflussfaktoren auf die Gesundheit der Lehrkräfte auswirken, ist vielfach belegt. Besonders eindeutig sind die negativen Auswirkungen von Zeitdruck und fehlenden Erholungspausen sowie von Unterrichtsstörungen bzw. dem Verhalten schwieriger Schüler (ggf. in zu großen Klassen).“
Univ.-Prof. Dr. Andreas Krause u.a., „Ergebnisse der Lehrerbelastungsforschung“ in
Martin Rothland (Hrsg.), „Belastung und Beanspruchung im Lehrerberuf“ (2012), S. 63

Österreichs Familienreport 2015:

Lehrer haben es heute … als früher:
„viel leichter“ oder „eher leichter“: 8 %
„viel schwerer“ oder „eher schwerer“: 69 %
Quelle: marketagent.com (Hrsg.), „Familienreport 2015“ (2015)

Schwerarbeit:

„Wer diesen Beruf nicht als Schwerarbeit ansieht, möge doch selbst täglich stundenlang rund 25 Kinder und Jugendliche im Zaum halten und ihnen dabei mehr oder weniger komplizierten Lehrstoff beibringen.“
Dr. Heiner Boberski, Wiener Zeitung vom 28. August 2015

Überforderung:

„‚Nicht einmal Götter‘ könnten die Anforderungen erfüllen, die an Österreichs Lehrer gestellt werden.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Die Presse online am 10. Mai 2016

Nur Ahnungslose empfinden Neid:

„Wer Lehrerinnen und Lehrer um die Ferien beneidet, dem sage ich, dass er sich einfach einmal in so eine Klasse reinstellen soll.“
HR MMag. DDr. Andrea Richter, Leiterin der Schulpsychologie Niederösterreich, ORF online am 29. Juni 2016

Niederlande:

„The Dutch school system is highly stratified with extensive early tracking. Early tracking is controversial, but student outcomes in the Netherlands are good on average and in terms of equity.“
OECD (Hrsg.), „Netherlands 2016 – Foundations for the Future“ (2016), S. 63

Kanada:

„Starting in lower secondary school, most schools offer two streams: academic and general, for students with different educational goals.“
http://www.ncee.org am 30. Mai 2016

Die USA erkennen immer deutlicher den Vorteil der Leistungsdifferenzierung:

„There’s a positive relationship between tracking and high AP (Anm.: Advanced Placement) scores. States that had a larger percentage of eighth grade students in tracked math classes produced a larger percentage of high-scoring AP students four years later.“
http://www.brookings.edu am 24. März 2016

„Gesamtschulen“:

„Es ist durchaus richtig, dass im gesamten anglo-amerikanischen Raum alle Schüler in eine Schule gehen, beispielsweise in eine High School, dass aber dort selbstverständlich die Schüler je nach ihrem Leistungstand unterschiedliche Kurse auf unterschiedlichen Niveaus besuchen müssen und das beginnt schon in den Middle Schools.“
Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Klein, Wirtschaftswoche online am 1. März 2016

Japans „Gesamtschulwesen“:

„Like in Germany, there is great variation of students’ performance between schools in Japan, which has even increased over the last decade, but low variation within schools.“
Steve Entrich, „Effects of investments in out-of-school education in Germany and Japan“
in de Gruyter, „Contemporary Japan“, 2014, 26(1), S. 72

Auch die OECD tut sich schon schwer …

„Tracking by ability takes place early and is intensive, with more tracks than almost any other OECD country. Since the Dutch school system performs well both on equity and on average, it is harder to advance the argument for radical change to establish a comprehensive school system.“
OECD (Hrsg.), „Netherlands 2016 – Foundations for the Future“ (2016), S. 39

Zahlreich, aber von Österreichs Politik noch immer weitgehend ignoriert:

„Numerous findings underline the advantages of tracked school systems for high achieving students who attend an academic track. […] Grouping students into different schools, classes, courses or learning groups is practised in many countries.“
Paule Schaltz u. a., „The Effect of Ability-based Tracking in Secondary School on Subsequent School Achievement“
in „British Journal of Education, Society & Behavioural Science“ 4(4), 2014, S. 441

Politische Ignoranz:

„Die wissenschaftliche Evidenz wird von Teilen der Politik ignoriert, geleugnet und nicht selten sogar auf den Kopf gestellt.“
Mag. Dr. Eckehard Quin, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, couleur 01/16, S. 17

Höchste Zeit für faktenbasierte Schulpolitik!

„Es ist beklemmend, auf welchem Niveau Österreichs Schulpolitik gelandet ist. Wird sich diese Niveaulosigkeit letztlich durchsetzen und damit immensen Schaden anrichten?“
Mag. Gerhard Riegler, Bundesvorsitzender der ÖPU, ÖPU-Nachrichten vom März 2016, S. 4

Mehr Licht!

„Im Schatten der heftig geführten öffentlichen Diskussionen zur frühen Trennung von Schülerinnen und Schülern am Ende der 4. Schulstufe erfährt die innerschulische Teilung in unterschiedliche Klassen und damit Lernumgebungen kaum öffentliche Aufmerksamkeit.“
BIFIE (Hrsg.), „Nationaler Bildungsbericht Österreich 2015, Band 2“ (2016), S. 137

Gesamtirrtum Gesamtschule:

„Die Gesamtschule sei ein Gesamtirrtum, das Gymnasium als Teil einer ‚qualitätsorientierten Bildungspolitik in Österreich unverzichtbar. […] Wir brauchen die Differenzierung.‘“
Ing. Mag. Peter Hochegger, Leiter des Wirtschaftsförderungsinstituts der Wirtschaftskammer
Steiermark (WIFI Steiermark), Kleine Zeitung vom 18. Juni 2016

Vielfalt leben!

„Ich glaube, es ist wichtig, dass wir die Mittelschulen aufwerten. Ich glaube, es ist wichtig, dass wir bei den Volksschulen ansetzen. Und ich glaube, dass es auch wichtig ist, das Gymnasium in seiner langen Form zu behalten, um die Kinder auf die universitäre Karriere vorzubereiten.“
LT-Abg. Sabine Schwarz, Bildungssprecherin der ÖVP Wien, Rede im Wiener Gemeinderat vom 23. Februar 2016

„Deshalb verteidige ich das Gymnasium, mit jeder Faser meines Herzens“:

„Ich verdanke dem Gymnasium fast alles, zumindest im geistigen Bereich. Als Kind hatte ich keine idealen Startbedienungen. Dass ich heute vom Schreiben leben kann, verdanke ich vor allem meiner Schule und meinen Lehrern. Zum Glück haben sie mich gezwungen, an meine Grenzen zu gehen und meine Grenzen zu erweitern.“
Harald Martenstein, Kolumnist der ZEIT, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom April 2016, S. 21

Aushungerungspolitik beenden!

„‚Das Gymnasium muss bleiben, das ist eine ganz klare Ansage.‘ Man wolle, dass die Langform – acht Jahre Gymnasium – erhalten bleibe und nicht zugunsten der NMS – ‚finanziell und personell ausgehungert‘ werde.“
LT-Abg. Mag. Christian Sagartz, Klubobmann der ÖVP Burgenland, Der Standard online am 11. April 2016

Erfreulich:

„Wir brauchen Ausbildungsstätten auf hohem Niveau und werden für den Erhalt unserer AHS-Schulen kämpfen.“
Mag. Wolfgang Sobotka, seit 21. April 2016 Innenminister, Niederösterreichische Nachrichten online am 1. März 2016

„Deutliches Bekenntnis zum Gymnasium“:

„Nur ein differenziertes Bildungsangebot, das die individuellen Voraussetzungen berücksichtigt, kann die wichtige Aufgabe der Talenteförderung erfüllen. Daher in diesem Zusammenhang auch mein deutliches Bekenntnis zum Gymnasium. Einerseits erleichtert es durch die Breite des Lehrplans die Talenteförderung und zum anderen schafft es durch diese Breite eine fundierte Allgemeinbildung.“
Dr. Josef Pühringer, Landeshauptmann Oberösterreichs,
„thema GYMNASIUM“ (Zeitschrift der ÖPU Oberösterreich), Juni 2015, S. 1

Leistung statt Gleichmacherei:

„Als ÖVP stehen wir ganz klar für mehr Vielfalt statt Einfalt in dieser Stadt, wo Leistung gefordert und gefördert werden soll, statt durch Gleichmacherei verhindert.“
Mag. Gernot Blümel, Obmann der ÖVP-Wien, Presseaussendung vom 5. März 2016

Erfreuliche Positionierung:

„Die ÖVP steht für ein differenziertes Angebot im Bildungsbereich.“
NR-Abg. Brigitte Jank, Bildungssprecherin der ÖVP, Presseaussendung vom 9. Juni 2016

Illusionäre Propaganda:

„Die Gesamtschule, die man mit hohem Aufwand schleichend einführt, wird aufgrund der Gleichheits-Illusionen ihrer Propagandisten leider nicht den gewünschten Effekt haben.“
Dr. Martina Salomon, stv. Chefredakteurin, Kurier online am 27. Februar 2016

„Gemeinsame Schule“ setzt eine Erhöhung des Schulbudgets in Milliardenhöhe voraus:

„Bei der Gemeinsamen Schule gehe es um ‚genau das gleiche Modell wie in den Neuen Mittelschulen‘, wo in den Gegenständen Deutsch, Englisch und Mathematik ein zweiter Lehrer in der Klasse sei. ‚Das ist sicher mehr als ein Drittel der Stunden‘, deshalb werde im Endausbau wohl ein Drittel mehr Lehrer notwendig sein.“
Hans Niessl, Landeshauptmann Burgenlands, Die Presse online am 8. März 2016

Vernunft statt Gerede!

„Wir sollten uns nicht in Fantasien neue Schulreformen herbeireden und die Schulformen gegeneinander ausspielen, sondern konzentriert die Schulen weiter verbessern.“
Ties Rabe, sozialdemokratischer Bildungssenator Hamburgs, Hamburger Abendblatt vom 23. Juni 2016

Österreichs Schulpolitik lässt Begabungen verkümmern:

„Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass begabte Schüler ihre Talente eben nicht ohne Förderung optimal entwickeln können. Fördert man begabte Schüler nicht, können deren Begabungen verkümmern. Ihre Motivation kann in Desinteresse umschlagen – es besteht sogar die Gefahr, dass sie zu Risikoschülern werden.“
Presseaussendung des Österreichischen Zentrums für Begabtenförderung und Begabungsforschung
(ÖZBF) vom 23. Juni 2016

Bildungswissenschaftliche Evidenz:

„Auffälligkeiten und Störungen sind vorprogrammiert, wenn sich ein Schüler auf Dauer im Unterricht langweilt und sich weigert, gleichförmige Übungen zu wiederholen, wenn eine Schülerin, die die Aufgaben längst verstanden und gelöst hat, dies auch entsprechend artikuliert, aber damit als besserwisserisch oder vorlaut wahrgenommen und möglicherweise ausgegrenzt wird.“
Prof. Dr. Gabriele Weigand, „Begabung oder Hochbegabung?“ in Gabriele Weigand u. a.,
„Personenorientierte Begabungsförderung“ (2014), S. 46

„Naturrecht“ auf angemessene Förderung:

„Da jedem Kind – vergleichbar dem Recht auf Ernährung und fürsorgliche Betreuung – ein ‚Naturrecht‘ auf die angemessene Förderung seiner Potenziale zukommt, schafft jedes nicht begabungsadäquate Fortschreiten eines Kindes oder Jugendlichen – und sei es in einem beliebigen Teilbereich seiner Begabung – Handlungsbedarf für die dafür zuständigen Instanzen.“
HR Mag. Dr. Günter Schmid, „Begabungsförderung als professionelle Herausforderung für die Lehrenden“
in Gabriele Weigand u. a., „Personenorientierte Begabungsförderung“ (2014), S. 95

„Bildungspolitik muss alle Schüler im Blick haben“:

„Auch die Leistungsstarken brauchen Unterstützung, denn Begabungen und besondere Fähigkeiten sind nicht gleichzusetzen mit einem automatischen Schulerfolg.“
Brunhild Kurth, Kultusministerin Sachsens, CDU, „Das Gymnasium in Bayern“ vom Februar 2016, S. 6

Besondere Begabungen nicht verkümmern lassen:

„Bereits vor dem Schulbeginn sollte die Identifizierung und Förderung von Hochbegabten und Kindern mit speziellen Talenten einsetzen.“
Prof. Dr. h.c. mult. Hans Zehetmair, Bayerns Kultusminister a. D. (Hrsg.),
„Zukunft durch Bildung – Bildung für die Zukunft“ (2013), S. 31

Ergebnis einer deutschlandweiten Meinungsumfrage:

„Begabte fördern – das ist für mehr als 90 Prozent der Deutschen wichtig.“
Morgenpost online am 16. Februar 2016

Mecklenburgs Schulpolitik setzt ab Herbst 2016 Schwerpunkt:

„Vom kommenden Schuljahr an sollen besonders begabte Schülerinnen und Schüler in Mecklenburg stärker gefördert werden. […] Jede Schule erhält je nach Größe und Bedarfslage mindestens 10 und höchstens 40 Lehrerwochenstunden zusätzlich.“
schwerin-news.de am 17. Februar 2016

A range of initiatives …

„The Dutch government has launched a range of initiatives to promote excellence in education. This includes a focus on providing better support to gifted and talented students and increasing the proportion of students achieving the highest levels on national and international assessments.“
OECD (Hrsg.), „Reviews of Evaluation and Assessment in Education: Netherlands“ (2014), S. 28

Eine demokratische Gesellschaft ist auf ihre Spitzen angewiesen:

„Die Demokratie schaufelt sich selbst das Grab, wenn sie die Stärke des Ganzen dadurch mindert, dass sie nicht die Besten zur Geltung kommen lässt.“
Karl Jaspers, zitiert nach Josef Kraus in Hanns Seidel Stiftung (Hrsg.),
„Talente finden – Begabungen fördern – Eliten bilden“ (2014), S. 16

Österreichs Jugend verdient Kurskorrektur:

„Wir hoffen, dass die Bildungsreform und die neue Bildungsministerin ab jetzt dem Thema neuen Aufschwung verleihen und die notwendige Kurskorrektur vornehmen.“
Dr. Claudia Resch, Geschäftsführerin des Österreichischen Zentrums für Begabtenförderung
und Begabungsforschung (ÖZBF), Presseaussendung vom 23. Juni 2016

Platz 1 für Österreich:

„In 2012, Austrian students reported the highest level of overall well-being as measured by an index of sense of belonging at school across all OECD countries participating in PISA 2012.“
OECD (Hrsg.), „OECD Reviews of School Resources – Austria“ (2016), S. 55

Finnlands „problems with the well-being of pupils“:

„Despite Finland’s success with regard to pupils’ learning outcome comparisons, e.g. in PISA, there are some indications of problems with the well-being of pupils in Finland.“
Kirsi Pyhältö u. a., „Pupils’ pedagogical well-being in comprehensive school – significant positive and negative school experiences of Finnish ninth graders“ in „European Journal of Psychology of Education“ (2010) 25, S. 208

Finnlands und Österreichs Schulwesen im Vergleich:

„Der Anteil der SchülerInnen, die sich von der Schule belastet fühlen, liegt in Österreich bei den 11-Jährigen bei 12 Prozent und in Finnland bei 27 Prozent. Bei den 13-Jährigen beträgt er 21 Prozent und in Finnland 45 Prozent, und bei den 15-Jährigen sind es 27 Prozent und in Finnland 61 Prozent. Wenn wir das wollen, eine Schule, die unsere Kinder belastet, dann machen Sie bitte so weiter!“
LT-Abg. Sabine Schwarz, Bildungssprecherin der ÖVP Wien, Rede im Wiener Gemeinderat vom 23. Februar 2016

Von der Schule belastet fühlen sich von den 11- bis 15-Jährigen in …

Österreich:
Deutschland:
Großbritannien:
USA:
Kanada:
Finnland:
19 %
24 %
38 %
40 %
42 %
44 %
Univ.-Prof. Dr. Don A. Klinger u. a., „Cross-national trends in perceived school pressure by gender
and age from 1994 to 2010“ in „European Journal of Public Health“, Vol. 25, Suppl. 2, 2015, S. 53

Seit fast zehn Jahren bekannt:

„Anfang 2007 – mitten in Finnlands Pisa-Hochphase – berichtete ein Unicef-Report, dass in keinem anderen Land Kinder weniger gern zur Schule gehen.“
Die Welt online am 5. Juli 2015

„School pressure“:

„Students in North America and 15-year-old students in Great Britain consistently report higher school pressure than students from other regions. In contrast, students from Germanic countries report the lowest levels of school pressure.“
Univ.-Prof. Dr. Don A. Klinger u. a., „Cross-national trends in perceived school pressure by gender and age from 1994 to 2010“ in „European Journal of Public Health“, Vol. 25, Suppl. 2, 2015, S. 54

Shanghai, der PISA-Sieger …

„Students in Shanghai report more unhappiness and parental pressure compared with their international peers.“
Weltbank (Hrsg.), „How Shanghai Does It“ (2016), Executive Summary

Südkorea:

„Suicide is the number one cause of death among teenagers in Korea.“
OECD (Hrsg.), „Health at a Glance 2015“ (2015), S. 56

Österreichs 14-Jährige stellen dem Schulwesen ein feines Zeugnis aus:

„Die Viertklässler haben in Österreich eine positive Einstellung zur Schule: 36 Prozent gehen sehr gern, weitere 34 Prozent gern in die Schule. 18 Prozent der Schüler sind unentschlossen, die anderen 12 Prozent mögen die Schule nicht.“
Die Presse online am 31. März 2016

Österreichs Schulwesen erfolgreich bei der Vermeidung von Dropout:

„Im europäischen Vergleich liegen die Werte Österreichs auf hohem Niveau und über dem europäischen Durchschnitt.“
BIFIE (Hrsg.), „Nationaler Bildungsbericht Österreich 2015, Band 1“ (2016), S. 130

Berlin, wo man die Differenzierung erst mit 12 beginnen lässt:

„Jedes neunte Kind in Berlin verlässt die Schule ohne Abschluss. […] Die Zahl der Berliner Kinder, die die Schule 2015 ohne Abschluss verlassen haben, ist hoch und im Vergleich zum Vorjahr sogar noch gestiegen.“
Berliner Zeitung online am 8. Februar 2016

Gesamtschulland Spanien:

„The early school leaving rate in Spain (24 %) is the highest in the EU 28.
OECD (Hrsg.), „OECD Skills Strategy Diagnostic Report Spain 2015“ (2015), S. 48

Gesamtschulland England:

„England has a low completion rate for upper secondary education. In 2012 17 % of 20-34 year-olds in England lacked upper secondary qualifications.“
OECD, „Building Skills for All: A Review of England“ (2016), S. 40

Junge Menschen mit hochgradig gefährdeter Zukunft:

„There are more than 5 million early school leavers across Europe, at great risk of deprivation and social exclusion. […] The unemployment rate amongst them is no less than 41.0 %.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Education and Training Monitor 2014“ (2014), S. 30

Investition in die Zukunft:

„Reducing the number of early school leavers will save Europe large public and social costs and protect the individual from a high risk of poverty and social exclusion.“
EU-Kommission (Hrsg.), „Education and Training Monitor 2014“ (2014), S. 8

Was sich Österreich dank seines differenzierten Schulwesens weitgehend erspart:

„Laut OECD-Berechnungen belastet ein Schulabbrecher den Staat im Schnitt mit rund 1,8 Millionen Euro.“
Kurier online am 14. März 2016

Österreich ragt europaweit heraus:

„Between 2007-2010, Austria succeeded in reducing the average school drop-out rates more than in the other EU countries (despite starting from a lower average level) and reduced the rates for migrant children – while these rates increased in the EU.“
OECD (Hrsg.), „OECD Economic Surveys – Austria“ (2013), S. 32

Was weite Teile der Politik noch immer nicht realisiert haben:

„Wir sind bei den sogenannten ‚Early School Leavers‘, also Jugendlichen, die nur Pflichtschule machen, eigentlich sehr gut.“
Dr. Johannes Kopf, AMS-Chef, Der Standard online am 12. November 2015

Nicht nachvollziehbar, aber brandgefährlich:

„Die PISA-Studien sind wissenschaftlich nicht nachvollziehbar, politisch sind sie brandgefährlich. Wofür PISA sich interessiert, hat nichts mit Bildung und Wissen zu tun.“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph und Vorstandsmitglied der „Gesellschaft für Bildung und Wissen“
(GBW; http://bildung-wissen.eu), zeitungen.boyens-medien.de am 12. Februar 2016

PISA, der Sargnagel europäischer Bildungstradition:

„PISA war der demokratisch nicht legitimierte normgebende Angriff auf das bis dahin im deutschsprachigen Raum mehr auf Allgemeinbildung Wert legende Bildungssystem, das einer langen europäischen und besonders deutschen Bildungstradition entsprach, die interessanterweise heute noch für viele Länder als Vorbild gilt.“
Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Klein, Wirtschaftswoche online am 1. März 2016

Was PISA misst:

„High achievements on standardized tests may also reflect a school system’s efficient functioning as a disciplinary mechanism, representing the absence of independent and creative thinking.“
Dr. Yong Zhao u. a., „High on PISA, Low on Entrepreneurship? What PISA Does Not Measure“
in Dr. Heinz-Dieter Meyer u. a., „PISA, Power und Policy“ (2013), S. 269

Wollen wir wirklich mit den ostasiatischen PISA-Siegern mithalten?

„Es gibt Ansprüche an das pädagogische Handeln, die unabhängig sind von seiner Zwecksetzung. […] Selbst wenn sich herausstellen würde, dass strenge Strafen das effektivste Mittel sind, um Schüler zum Lernen anzuhalten, wäre es moralisch verwerflich, dieser Erkenntnis Folge zu leisten.
Univ.-Prof. Dr. Walter Herzog, Neue Zürcher Zeitung online am 7. Dezember 2015

PISA-Sieger Shanghai:

„The making of superb test-takers comes at a high cost, often killing much of, if not all, the joy of childhood.“
Los Angeles Times vom 13. Jänner 2011

Which will serve us better?

„Before we follow China’s example, we should think about the qualities that we value. Do we want good test-takers or do we want creativity and innovation? Do we want obedient and compliant workers or do we want divergent thinkers? Which will serve us better in the decades ahead?“
Univ.-Prof. Dr. Diane Ravitch, http://dianeravitch.net am 10. August 2012

Demokratie braucht mehr als das Funktionieren der Menschen:

„Was den demokratiefähigen Menschen ausmacht, ist seine Fähigkeit zum Widerstand durch eigenes Denken und die Kraft zur Selbstbestimmung und zum Nicht-Mitmachen.“
Mag. Bernhard Heinzlmaier, „Performer, Styler, Egoisten“ (2013), S. 40

Entmündigung:

„Die Abwesenheit kritischen Denkens in der Hochjubelung von PISA illustriert genau das, was PISA produzieren will: immer mehr Kinder des Technokratismus.“
Dr. Heinz-Dieter Meyer, Die Presse online am 20. Mai 2014

Systemeffizienz statt Orientierung am Menschen:

„Man sieht, wie hier auf geradezu normativ-fundamentale Art eine ganze, in sich vielfältige differenzierte Pädagogik zusamt ihrer Tradition und Geschichte gegen eine neue, nicht am Menschen, sondern an Systemeffizienz orientierte Pädagogik ausgetauscht wird.“
Univ.-Prof. Dr. Lutz Koch, „Normative Empirie“ (2004), S. 45

Beunruhigende Verführbarkeit:

„Es ist doch beunruhigend, dass ein ganzes Land glauben konnte, dass ein Drei-Stunden-Test eine ernsthafte Aussage über ein Schulsystem generieren könne.“
Univ.-Prof. Dr. Wolfram Meyerhöfer, Neues Deutschland vom 22. Juni 2015

Orientierungslose Politik:

„Die bildungspolitisch Verantwortlichen müssen sich den Fragen stellen, ob ihnen nach PISA nicht der Kompass für nachhaltige Schul- und Unterrichtsentwicklung verloren gegangen ist und ob sie sich, gerade was ‚individuelle Förderung‘ anbelangt, auf einen fragwürdigen Kurs haben führen lassen.
Michael Eich, Chefredakteur der Zeitschrift „Reale Bildung in Rheinland-Pfalz“,
www.news4teachers.de am 7. November 2015

Kanadas und Englands hohe „Akademiker-Quote“ …

„Extremely low proportions of tertiary graduates are found among those who scored at or below Level 1 in the Czech Republic (3.2 %), Italy (4 %), Austria (4.2 %), Slovakia (4.4 %) and Poland (5.8 %) and high proportions in Canada (24 %), Estonia (18.8 %) and England/N.Ireland (UK) (14.8 %).“
Univ.-Prof. Dr. Anke Grotlüschen u. a., „Adults with Low Proficiency in Literacy or Numeracy“ (2016), S. 28

Cui bono?

„Eine Abiturentenquote von sechzig Prozent eines Jahrgangs, die durch Absenkung des Niveaus erreicht wird, ist in Wirklichkeit nur ein fauler Trick, eine Manipulation der Statistik, davon hat weder der Arbeitsmarkt noch der Abiturient etwas.“
Harald Martenstein, Kolumnist der ZEIT, „Profil“ (Zeitung des dphv) vom April 2016, S. 24

„Ist alles dummes Zeug“:

„Wir lassen uns in Deutschland, aber auch in Österreich ja immer verrückt machen von diesen blödsinnigen OECD-Aussagen ‚Ihr werdet zurückfallen, ihr habt zu wenige Maturanten, zu niedrige Bachelor- und Masterquoten‘ und so weiter. Ist alles dummes Zeug. Wir haben in der Schweiz, in Österreich und in Deutschland zweifelsohne relativ niedrige Studierquoten, aber die besten Wirtschaftsdaten in Europa und die wenigsten arbeitslosen Jugendlichen.“
Josef Kraus, Präsident des deutschen Lehrerverbands, Der Standard online am 15. März 2016

Zahl der Lehrlinge in wirtschaftlich besonders prosperierenden Ländern besonders hoch:

„Ziel der österreichischen Bildungspolitik muss es also sein, mehr junge Menschen als bisher für die duale Ausbildung zu gewinnen – sie haben die besseren Berufschancen und können dank unseres durchlässigen Systems jede weitere Ausbildung anschließen.“
Mag. Dr. Rainer Gögele, Bundesvorsitzender von „Pro Gymnasium“ (www.progymnasium.at),
Presseaussendung vom 20. April 2016

Alte Denkmuster durchbrechen:

„Warum können wir nicht endlich auch die Ausbildung zum Facharbeiter und das goldene Handwerk als ‚Bildungschance‘ und ‚höhere Bildung‘ begreifen?
HR Mag. Dr. Thomas Plankensteiner, Landesschulinspektor der AHS Tirol, Tiroler Tageszeitung vom 2. März 2016

Mut zum Widerstand gegen Bevormundung durch OECD:

„Es gilt, sich gegen die Bildungsideologie zu richten, die besagt: ‚Je mehr Akademiker, desto besser‘.“
Univ.-Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, bildungsklick.de am 27. Jänner 2016

So ändern sich die Zeiten:

„Das duale System ist inzwischen weltweit ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt.“
Dr. Michael Landertshammer, WKO-Abteilungsleiter für Bildungspolitik, Die Presse vom 11. Juni 2016

Wertschätzung für FacharbeiterInnen:

„In Gesellschaften, in denen eine möglichst hohe Akademikerquote begeistert beklatscht wird und Jugendliche, die einen niedrigeren Bildungsabschluss als ihre Eltern aufweisen, als ‚Loser‘ bezeichnet werden, ringt eine qualitativ hochwertige Facharbeiterausbildung nach ihrem Wert und Platz in der Gesellschaft.“
Judith Roth, Vorsitzende der Gewerkschaft Berufsschule, „Der öffentliche Dienst aktuell“ vom April 2016, S. 9

Österreichs und Deutschlands Erfolgsmodell:

„Tatsache ist, dass in den letzten Jahren immer mehr ausländische Delegationen nach Österreich kommen, um das hiesige Bildungssystem zu studieren und ‚nachzuahmen‘ – v.a. die duale Ausbildung.“
Mag. Wolfgang Türtscher, Landessprecher von Pro Gymnasium Vorarlberg, Presseaussendung vom 4. Jänner 2016

Der enge Horizont österreichischer Schulpolitik und ihrer „ExpertInnen“:

„Es ist nicht frei von Ironie, dass genau, wenn Europa die Lehrlingsausbildung entdeckt, diese bei uns keinen allzu guten Stand hat.“
Mag. Thomas Mayr, Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft, Die Presse vom 11. Juni 2016

Vereinheitlichungswahn:

„Seit Jahren zielen Reformen im Bildungssystem darauf ab, die Angebote zu vereinheitlichen und Wahlmöglichkeiten zu streichen. Weniger durch sachliche Aspekte begründet als durch moralische, wird suggeriert, dass wer auswählen lässt, der Selektion das Wort redet.“
Ilse Schmid, Präsidentin des steirischen Landesverbands der Elternvereine und Erstunterzeichnerin
der Bürgerinitiative „Wahlfreiheit braucht Wahlmöglichkeit“, Presseunterlage 1. Juni 2016

Unterschiedliche Veranlagungen:

„Selbst wenn alle Kinder unter gleichen sozialen, kulturellen und religiösen Bedingungen aufwachsen, entwickeln sie sich immer noch sehr verschieden, weil ihre individuellen Veranlagungen unterschiedlich sind.“
Univ.-Prof. Dr. Remo Largo, „Schule endlich beim Kind angekommen“ in
Eva Wyss (Hrsg.), „Von der Krippe zum Gymnasium“ (2014), S. 23

Politische Widersinnigkeit:

„Jedes Mal, wenn wieder einmal ein Qualitätsverlust konstatiert wird, wird nationales Wehklagen angestimmt. Und wie das Amen im Gebet werden die linken Ideologen dann wieder laut nach der Zwangsgesamtschule als vorgebliches Heilmittel schreien. Dabei wäre diese der endgültige Todesstoß für eine qualitätsvolle Staatsschule.“
Dr. Andreas Unterberger, Online-Journalist des Jahres 2010, www.andreas-unterberger.at am 1. Juni 2016

Österreichs Loch Ness:

„Die Idee, durch einen Systemwechsel gute Effekte zu erzielen, ist sinnlos und stimmt nicht. Eine Gesamtschule, wo Kinder Hand-in-Hand in die Schule gehen und die guten Schüler die schlechteren mitziehen, gibt es empirisch nicht.“
Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, Kleine Zeitung online am 28. Mai 2016

Qualität versus Gleichheit:

„Bei einem optimalen Beschulungsangebot treten Unterschiede aufgrund anlagebedingter Prädispositionen deutlicher zu Tage.“
Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina (Hrsg.), „Frühkindliche Sozialisation“ (2014), S. 54

Was nicht nur in Deutschland gilt:

„Protagonisten der Gemeinschaftsschule haben Angst vor der Wahrheit und vor transparenten Maßstäben.“
Dr. Heike Schmoll, Frankfurter Allgemeine Zeitung online am 10. Juni 2014

Widersinnige Illusion:

„Die Illusion, gesellschaftliche Gleichheit lasse sich durch pädagogische Gleichheit herbeiführen, verschärft in Wahrheit die Positionskämpfe und die Lage der in ihnen Unterliegenden.“
Jürgen Kaube, „Im Reformhaus. Zur Krise des Bildungssystems“ (2015), (S. 27f)

Social inequality will become even greater:

„Leaving this socially inevitable selection to the labour market instead of the educational system, however, creates the chance that social inequality between students from different strata will become even greater than the inequality that exists within education.“
Univ.-Prof. Dr. Jaap Dronkers, „Quality and Inequality of Education: Cross-National Perspectives“ (2010), S. 312

Differenzierung dient den Schwachen am meisten:

„School-level disparities in STR (Anm.: STR = Student-Teacher Relations) were found to favour disadvantaged schools in tracked but not in compehensive education systems.“
Dr. Svenja Vieluf u. a., „Who has a good relationship with the teachers? A comparison of comprehensive education systems with education systems using between-school tracking“ in „Oxford Review of Education“ (2015), Vol. 41, No. 1, S. 20

Vielfalt statt Reduzierung:

„Nicht Reduzierung, sondern Vielfalt der Bildungsangebote ist die Lösung.“
Univ.-Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin in Nida-Rümelin u. a.,
„Auf dem Weg in eine neue deutsche Bildungskatastrophe“ (2015), S. 59

Erfolgreiches Erziehen:

„Zahlreiche Befunde unterstreichen, dass ein liebevoll-zuwendungsvoller, aber zugleich auch angemessen lenkender, konsequenter ‚autoritativer‘ Erziehungsstil besonders förderlich ist.“
Allensbach (Hrsg.), „Was Eltern wollen“ (2015), S. 21

Liebevolle Förderung:

„Eine Stunde Therapie in der Woche kann nichts an den Problemen eines Kindes ändern. Sie kann nicht die liebevolle Förderung in der Familie ersetzen.“
Dr. Michael Hauch, Kinder- und Jugendarzt, Die Presse online am 16. Jänner 2016

Sichere Bindung:

„Die Entwicklungspsychologie hat gezeigt, wie wichtig der Aufbau einer sicheren Bindung zum Kind ist, eben weil die weitere Entwicklung sich im ‚sozialen Uterus‘ vollzieht: im Schoß der menschlichen Gemeinschaft.“
Prof. Dr. Jochen Krautz, „ÖkologiePolitik“, Nr. 169 (Februar 2016), S. 16

„Authoritative parents“:

„There are large correlations between the behavior of parents and outcomes for their children. Children with parents who score highly on both warmth and control – labeled ‘authoritative parents’ – are more competent and happier.“
Dr. Richard Reeves u. a., „The Parenting Gap“ (2013), S. 2

Belastungsfaktoren:

„Eine gehetzte und gereizte Atmosphäre in der Familie, Scheidungen, Beziehungsstress und auch ein dichtes Freizeitprogramm mit oft täglichen Terminen am Nachmittag – all das wirkt belastend auf Kinder.“
Dr. Brigitte Bösenkopf, Leiterin der Arbeitsgemeinschaft für Präventivpsychologie (APP),
Kurier online am 7. Dezember 2015

Narzisstisches Ideal:

„Es ist nicht leicht in dieser Gesellschaft Mutter und Vater zu sein. Denn hier herrscht dieses infantil anmutende, narzisstische Ideal der Freiheit vor: Jeder soll das Maximum aus seinem Leben machen, sich maximal entfalten.“
Prof. Dr. Martina Leibovici-Mühlberger, Ärztin und Psychotherapeutin,
Die Zeit online am 4. April 2016

Europa am Scheideweg:

„Ich träume von einem Europa der Familien mit einer echt wirksamen Politik, die mehr in die Gesichter als auf die Zahlen blickt und mehr auf die Geburt von Kindern als auf die Vermehrung der Güter achtet.“
Papst Franziskus, Ansprache bei der Verleihung des Karlspreises am 6. Mai 2016

Familienfreundlichkeit:

„Im europäischen Vergleich zeigt sich, dass eine familienfreundliche Infrastruktur die Geburtenzahlen und die Frauenerwerbstätigkeit fördert, vor allem bei Höherqualifizierten.“
Institut der deutschen Wirtschaft Köln (Hrsg.), „Bildungsmonitor 2013“ (2013), S. 35

Auf die Eltern kommt es an:

„So gut kann keine Schule sein, kann kein Lehrer sein, als dass diese die Erziehung der Eltern übernehmen könnten.“
Mag. Thomas Stelzer, Landeshauptmann-Stv. Oberösterreichs, CLV-Generalversammlung,
Design Center Linz am 2. Dezember 2015

Schule nicht überfrachten:

„Was außerhalb der Schule geschieht, prägt das Lernen und das Leben an der Schule entscheidend mit. Und deshalb liegt es auf der Hand, dass wir die Schulen nicht mit Erwartungen überfrachten dürfen.“
Joachim Gauck, Bundespräsident Deutschlands, Ansprache zum Bildungstag der ZEIT-Stiftung,
Hamburg am 6. November 2015

Keine Garantie, aber eine Basis:

„An orderly school environment may not in and of itself guarantee high student achievement, however it may better facilitate student learning than situations where student discipline is a problem or where students experience an unsafe environment.“
Dr. Trude Nielsen u. a., „Are school characteristics related to equity?“ (2016), S. 2

Respekt vor der Entscheidungsautorität der LehrerInnen:

„Die Kritik durch den Lehrer soll sachlich und sachbezogen sein, freundlich und verbindlich im Ton, aber die Autorität des Lehrers darf – außer in schwerwiegenden Fällen – nicht in Zweifel gezogen werden. Wie auf dem Fußballplatz beim Schiedsrichter gilt in der Schule die Lehrerentscheidung.“
Univ.-Prof. DDr. Gerhard Roth, „Bildung braucht Persönlichkeit – Wie Lernen gelingt“ (2011), S. 289

Klare Regeln und Konsequenz:

„Fehlende, diffuse oder sehr variable Regeln können dazu führen, dass die Schüler/innen in späteren Schuljahren nicht mehr gut an Vereinbarungen zu gewöhnen sind und der Unterricht sehr anstrengend wird.“
Marie-Valerie Stagel, MSc, „Notfallpädagogik“ (2014), S. 59

Überbordende Erziehungsprobleme:

„If adults in general are reluctant or confused about giving guidance to the younger generation, the challenge facing the teacher in the classroom can sometimes become overwhelming.“
Univ.-Prof. Dr. Frank Furedi, „Wasted: Why Education Isn't Educating“ (2009), S. 2f

Immer mehr psychisch auffällige Kinder:

„Je nach Studie schwanken die Zahlen zwischen 17 und 25 Prozent – so viele Kinder zeigen Symptome. Dabei nimmt die Anzahl der Symptome pro Kind inzwischen zu, sie sind nicht nur in einem Punkt auffällig, sondern zeigen gleichzeitig zwei oder drei bedenkliche Verhaltensweisen.“
Dr. Christa Schaff, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Badische Zeitung online am 7. Februar 2016

„Epidemic, especially in deprived urban areas“:

„The problems of truancy, violence, and pupil indiscipline are epidemic, especially in deprived urban areas.“
Francesco Avvisati u.a., „Getting Parents Involved: A Field Experiment in Deprived Schools“ (2013), S. 3

„Beziehungs-, lebens- und arbeitsunfähig“:

„Viele Kinder und Jugendliche befinden sich psychisch auf dem Stand eines Dreijährigen. Als Erwachsene werden sie beziehungs-, lebens- und arbeitsunfähig sein.“
Dr. Michael Winterhoff, Kinder- und Jugendpsychiater, Krone online am 17. Oktober 2015

Kinder, die sich verweigern:

„Die Kinder drücken mit ihren Auffälligkeiten ihr Leiden in einer Gesellschaft aus, die schon an ihren Kindern verdienen will und ein Kind gerechtes Aufwachsen zunehmend verunmöglicht, obgleich sie vorgibt alles dafür zu tun.“
Prof. Dr. Martina Leibovici-Mühlberger, Ärztin und Psychotherapeutin, www.news4teachers.de am 16. Mai 2016

Wann Schule nicht mehr funktionieren kann:

„Die tollste Schule kann nicht funktionieren, wenn die Kinder mit Sprachschwierigkeiten, Verhaltensproblemen oder mangelnder Konzentrationsfähigkeit zu kämpfen haben.“
Dr. Herbert Renz-Polster, „Menschenkinder – Plädoyer für eine artgerechte Erziehung“ (2011), S. 152

„Manchmal muss man klar Stellung beziehen“:

„Die Schule ist im Dilemma. Die alte Autorität ist eindeutig gescheitert – also die Rohrstaberlpädagogik, das In-die-Ecke-Setzen. Doch was wir auch wissen, ist, dass die neue kooperative Pädagogik, die Laissez-faire-Erziehung, Schiffbruch erlitten hat. Es ist nicht möglich, alles auszudiskutieren im kooperativen Sinn.“
Dr. Philip Streit, Gesundheitspsychologe und Psychotherapeut, Die Presse online am 15. März 2016

Jugendarbeitslosigkeit im internationalen Vergleich (Stand 31. Mai 2016):
Differenzierung im öffentlichen Schulwesen ab

Norwegen:
Island:
Dänemark:
Finnland:
Schweden:
OECD-Mittel:
Österreich:
4,9 %
4,9 %
4,4 %
4,1 %
3,9 %
3,9 %
3,6 %


Deutschland:
Österreich:
Niederlande:
Großbritannien
Schweden:
EU-Mittelwert:
Finnland:
Frankreich: 
Italien:
Spanien:
Griechenland:

 
7,0 %
10,4 %
11,2 %
13,0 %
18,4 %
18,8 %
22,2 %
23,5 %
36,9 %
45,0 %
51,4 %
Differenzierung im
öff. Schulwesen ab:
10
10
12
16
16

16
15
14
16
14
AMS, Abfrage vom 1. Juni 2016

Jugendarbeitslosenquoten nach Bundesländern (Stand April 2016):

Salzburg:
Oberösterreich:
Vorarlberg:
Tirol:
Steiermark:
Niederösterreich:
Burgenland:
Kärnten:
Wien:
5,4 %
6,2 %
6,5 %
8,0 %
8,2 %
8,9 %
9,2 %
11,3 %
15,0 %
AMS-Datenbank, Abfrage vom 1. Juni 2016

Innerdeutsches Gefälle bei der Arbeitslosigkeit 15- bis 25-Jähriger (Stand Mai 2016):

Baden-Württemberg:
Bayern:
Rheinland-Pfalz:
...
Berlin:
Sachsen-Anhalt:
Mecklenburg-Vorpommern:
2,7 %
2,8 %
4,3 %
... 
9,3 %
10,1 %
11,4 %
Statista online, Abfrage vom 1. Juni 2016

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Aktuelle Zitate

 

 

 

Österreichs Lehrerinnen und Lehrer von Politik und Gesellschaft alleingelassen:

„Die Einzelkämpfer im Klassenzimmer rufen seit vielen Jahren vergeblich nach Unterstützung durch Beratungslehrer, Sozialarbeiter und Psychologen. Sie sollten sie bekommen und zudem von uns allen im Schulalltag weniger alleingelassen werden.“
Mag. Helmut Schliesselberger, Salzburger Nachrichten online am 11. Mai 2019

LehrerInnen verdienen höchste Wertschätzung:

„‚Wegen des Geldes‘ wird man nicht LehrerIn, wegen der tollen ‚Work-Life-Balance‘ wohl auch nicht. 50 bis 80 Stunden pro Woche für die Schule zu arbeiten, empfinden viele von uns als ganz normal.“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, ÖPU-Nachrichten vom Juni 2019, S. 6

Absage an den Wiener Bildungsdirektor Himmer:

„Zwischen dem Aussprechen von Verboten und dem Schulverweis als letzter Maßnahme müsse es noch andere Möglichkeiten geben, auf Gewalt zu reagieren. ‚Die Rolle des Lehrers zu schwächen, ist der falsche Weg.‘“
Maria Hutter, Bildungslandesrätin Salzburgs, Salzburger Nachrichten online am 6. Juni 2019 

Elternhaus erste und wichtigste Bildungsinstitution:

„Kein Schulwesen der Welt kann ausgleichen, was Eltern ihren Kindern, warum auch immer, schuldig bleiben. Keine Schule kann so schlecht sein, um zu zerstören, was Eltern als erste und wichtigste LehrerInnen aufgebaut haben. Diese große Verantwortung sollte jungen Menschen, die ein Kind in die Welt setzen, bewusst sein. Diese große Verantwortung sollte möglichst allen bewusst gemacht werden!“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, VCLnews vom Juni 2019, S. 11

„Immenser Stressfaktor“:

„Verhaltensauffälligkeiten von SchülerInnen UND Eltern nehmen nicht nur zu, sondern Dimensionen an, die zu einem immensen Stressfaktor geworden sind. Es ist das Gefühl, damit allein gelassen zu sein, das so viele Betroffene davon abhält, darüber zu sprechen und sich selbstverständlich Unterstützung bei Vorgesetzten zu holen.“
Mag. Gudrun Pennitz, designierte ÖPU-Vorsitzende, ÖPU-Nachrichten vom Juni 2019, S. 7

Schule braucht Unterstützung:

„Schulinterne Verhaltensvereinbarungen, Gespräche in der Direktion und die bloße ‚Androhung eines Ausschlusses‘ sind dort zahnlos, wo jemand seine Mitmenschen bewusst psychisch oder physisch schädigen will. Für solche Extremfälle braucht es daher spürbare Konsequenzen (von Wiedergutmachung bis zum Verlust des Schulplatzes) und eine besonders enge Kooperation zwischen Elternhaus und Schule, notfalls unter Einbindung des Jugendamtes.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, VCLnews vom Juni 2019, S. 21

Folgen politischer Ignoranz:

„Die in der Gesellschaft zunehmende Gewaltbereitschaft wird auch in die Schulen hineingetragen. Vielfach trauen sich Lehrer nicht, über undiszipliniertes, respektloses und entwürdigendes Verhalten der Schüler zu berichten. Man schaut zu lange weg, kehrt die Probleme unter den Teppich und sucht den Grund für das Fehlverhalten der Schüler oft beim Lehrer.“
MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, VCLnews vom Juni 2019, S. 5

Interventionsinstrumente nötig:

„Pünktlichkeit, das Einhalten von Terminen und eine ernsthafte Arbeitshaltung sollten als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt werden. Und wenn dem nicht so ist, müssen wir den Lehrenden Instrumente in die Hand geben, die dies zu erreichen versuchen.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, VCLnews vom Juni 2019, S. 9

„Under pressure“ (Lehrerbelastungsstudie 2019):

„Fast jeder zweite Lehrer in Wien und Niederösterreich leidet darunter, dass es zu wenig Sanktionsmöglichkeiten für undisziplinierte Schüler gibt.“
Niederösterreichische Nachrichten online am 14. Mai 2019

Schluss mit dem Sparen an der Schule!

„‚Wenn ein Schüler suspendiert wird, sitzt er nur drei Wochen zu Hause. In einer Timeout-Klasse wird mit ihm gearbeitet.‘ Für diese Aufgabe brauche es aber eben auch speziell geschultes Personal. Zusätzlich.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, Der Standard online am 16. Mai 2019

Wertschätzung und Vertrauen!

„Unseren Lehrerinnen und Lehrern, die tagtäglich in den Schulklassen stehen und in den heterogenen Klassen vor großen Herausforderungen stehen, müssen wir wieder viel mehr Wertschätzung und viel mehr Vertrauen entgegenbringen.“
NR-Abg. MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, Nationalratssitzung vom 15. Mai 2019

Kein Platz für Gewalt!

„Psychische und physische Gewalt darf an unseren Schulen keinen Platz haben. […] Ein Verhalten, das andere schikaniert, entwürdigt, darf nicht hingenommen werden.“
NR-Abg. MMMag. Gertraud Salzmann, Bundesobfrau der VCL und Dienstrechtsreferentin der AHS-Gewerkschaft, Nationalratssitzung vom 15. Mai 2019

Ein schlimmes Jahrzehnt „Schulpolitik“ beenden!

„Ganz wichtig wäre das Unterstützungspersonal. Es hat im Jahr 2008 Österreich auch an der TALIS-Studie teilgenommen. Da wurden die Rahmenbedingungen für Lehrkräfte untersucht. Da ist Österreich wirklich als Schlusslicht dagestanden. Und dann sind wir aus der Studie ausgestiegen. […] Da wird man auf jeden Fall ansetzen müssen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das kostenneutral funktioniert.
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, Ö1-Morgenjournal vom 14. Mai 2019 

Riesiger Rückstand bei den Rahmenbedingungen:

„‚Das Verhältnis von Lehrkräften zu pädagogisch-unterstützendem Personal beträgt 29:1 und jenes von Lehrkräften zu administrativem Personal 25:1.‘ Im Vergleich dazu kommt etwa in Dänemark auf zehn Lehrpersonen eine Supportstelle. Der OECD/EU-Schnitt liegt bei 16:1. Würde sich Österreich an diesem orientieren, so müssten hierzulande an die 13.500 zusätzliche Posten im Schulsupport geschaffen werden, wiederholt Kimberger eine langjährige Gewerkschaftsforderung.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Der Standard online am 24. April 2019

Keine Toleranz gegenüber Gewalt!

„Für gewalttätiges Verhalten in der Schule darf es keine Toleranz geben.“
Mag. Elisabeth Rosenberger, Präsidentin des Bundeselternverbands (BEV), Presseaussendung vom 13. Mai 2019 

Pädagogische Interventionsmittel notwendig:

„Wenn die Gespräche mit Lehrkräften, Klassenvorstand, Eltern, Direktion nichts nützen, dann gibt’s im Moment wirklich nur Zahnloses. […] Wenn man gesehen hat, wie diese Schüler agieren, dann hat man das Gefühl: Die wissen, es passiert ihnen nichts. Die fühlen sich so sicher in ihrem Verhalten, dass sie tun und lassen können, was sie wollen. Da braucht die Schule auf jeden Fall stärkere Maßnahmen.“
Dir. Mag. Isabella Zins, Bundesvorsitzende der AHS-DirektorInnen und stv. Vorsitzende der Bildungsplattform „Leistung & Vielfalt“, Ö1-Morgenjournal vom 14. Mai 2019

Der Gewalt keinen Nährboden!

„Zwar handle es sich um eine Minderheit, die Lehrer terrorisiere, trotzdem müsse mit voller Stärke durchgegriffen werden. Auch der Rechtsstaat sei bei derartigen Übergriffen gefragt. ‚Gewalt in der Schule – egal von welcher Seite – müssen wir unterbinden. Sonst ist es in zehn Jahren kein Schulproblem, sondern ein gesellschaftliches Problem.‘“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Kurier online am 6. Mai 2019

857 „Einzelfälle“ …

„Laut Ministerium gab es vergangenes Schuljahr österreichweit 857 Polizeieinsätze an Schulen – die meisten in Wien und die meisten wegen Konflikten unter Schülern.“
Die Presse online am 7. Mai 2019

Leider viel zu lang:

„Schon lang gehört Lehrer-Bashing zum guten Ton. Dabei wird völlig vergessen, dass das stetig sinkende gesellschaftliche Ansehen der Lehrer für Österreich zunehmend zum Problem wird. Das macht sich in den Klassenzimmern bemerkbar, wenn Schüler ihren Lehrern keinen Funken Respekt mehr entgegenbringen, weil die Eltern in den Gesprächen zu Hause aus ihrer Ablehnung gegenüber den Pädagogen kein Geheimnis machen.“
Mag. Julia Neuhauser, Die Presse online am 30. Juni 2016

Offen und ehrlich gefragt:

„Wer übernimmt die Verantwortung für all den Kram, den wir in den letzten Jahren ausbaden mussten?“
Dr. Matthias Burchardt, Bildungsphilosoph, GBW-Tagung „Time for Change? Teil II: Im Hamsterrad. Schule zwischen Überlastung und Anpassungsdruck“, Bergische Universität Wuppertal am 4. Mai 2019