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Übertrittsraten an die Universität nach Schulart ...

„Fast jede zweite Maturantin (44,9 %) bzw. jeder zweite Maturant (43,4 %) beginnt nach Erhalt der Hochschulzugangsberechtigung innerhalb von drei Semestern ein Studium an einer Universität. Erfahrungsgemäß steigt dieser Wert bis zum Ende des fünften Semesters um weitere 3 Prozentpunkte (auf ca. 49 %) an. Bezogen auf das Maturajahr 2018 wiesen die Absolventinnen und Absolventen einer allgemeinbildenden höheren Schule (AHS) in Langform mit 72,4 % nach drei Semestern die höchsten Übertrittsraten auf (nach fünf Semestern ca. 77 %). Unter Absolventinnen und Absolventen einer technischen und gewerblichen höheren Schule betrug der Anteil innerhalb von drei Semestern nach der Matura 22,8 %. Absolventinnen und Absolventen einer höheren Schule der Lehrer- und Erzieherbildung (LHS) hingegen zeigen mit 9,9 % die niedrigsten Übertrittsquoten.“
BMBWF (Hrsg.), Universitätsbericht 2020 (2021), S. 180.

AHS-Absolventinnen und AHS-Absolventen mit 55,7 % nach wie vor die größte Gruppe unter den inländischen Erstzugelassenen ...

„Im Studienjahr 2019/20 bildeten AHS-Absolventinnen und AHS-Absolventen mit 55,7 % nach wie vor die größte Gruppe unter den inländischen Erstzugelassenen, ihr Anteil ist gegenüber 2016/17 (53,4 %) gewachsen. Der Anteil der BHS-Absolventinnen und BHS-Absolventen, die erstmalig zu einem Universitätsstudium zugelassen wurden, betrug 34,2% und ist damit stabil (2016/17: 34,4 %). Rückläufig ist der Anteil der Erstzugelassenen, die das Studium in Folge einer Berufsreifeprüfung, einer Studienberechtigungsprüfung oder einer Reifeprüfung für Erwachsene begonnen haben (6,3 %, 2016/17: 9,0 %).“
BMBWF (Hrsg.), Universitätsbericht 2020 (2021), S. 180f.

BildungsteilnehmerInnen im Sekundarbereich II ...

„Fast zwei Drittel (63 %) der Bildungsteilnehmer im Sekundarbereich II besuchen im Durchschnitt der OECD-Länder allgemeinbildende Bildungsgänge, der Rest (37 %) berufsbildende.“
OECD (Hrsg.), Bildung auf einen Blick 2020. OECD-Indikatoren (2020), S. 192.
In Österreich besuchen nur 32 % der BildungsteilnehmerInnen im Sekundarbereich II allgemeinbildende Bildungsgänge und 68 % berufsbildende. (Quelle: ibidem, Abbildung B1.3.)

Ausgaben pro Bildungsteilnehmer in berufsbildenden Bildungsgängen ...

„In den 27 OECD-Ländern mit verfügbaren Daten waren 2017 die Ausgaben pro Bildungsteilnehmer in berufsbildenden Bildungsgängen durchschnittlich 1.500 US-Dollar höher als in allgemeinbildenden Bildungsgängen. […] Im Gegensatz dazu kosten die beruflichen Ausbildungsgänge in Finnland und Slowenien, wo mehr als 70 % der Bildungsteilnehmer in diesen Ausbildungsgängen eingeschrieben sind, weniger als die allgemeinbildenden Bildungsgänge.“
OECD (Hrsg.), Bildung auf einen Blick 2020. OECD-Indikatoren (2020), S. 337-340.
In Österreich waren die Ausgaben pro Bildungsteilnehmer in berufsbildenden Bildungsgängen um 3.629 US-Dollar höher als in allgemeinbildenden Bildungsgängen. (Quelle: ibidem, Abbildung C1.2.)

Der Anteil der Personen, die nach der Matura ins österreichische Hochschulsystem übertraten ...

„Der Anteil der Personen, die nach der Matura ins österreichische Hochschulsystem übertraten, war nach Absolvierung einer AHS am höchsten und lag innerhalb der ersten drei Jahre nach Abschluss bei 89,2 %. Maturantinnen und Maturanten von berufsbildenden höheren Schulen begannen seltener ein Studium.“
Statistik Austria (Hrsg.), Bildung in Zahlen 2018/19. Schlüsselindikatoren und Analysen (2020), S. 64.

PISA 2018: Students in general (academic) programmes scored almost 30 points higher in reading than those in vocational programmes ...

PISA 2018: „Students in general (academic) programmes scored almost 30 points higher in reading than those in vocational programmes, on average across OECD countries, and after accounting for students’ and schools’ socio-economic profile.“
OECD (Hrsg.), PISA 2018 Results. Effective Policies, Successful Schools (2020), S. 15.

The relative proportion of upper secondary students in vocationally oriented programmes ...

„The relative proportion of upper secondary students in vocationally oriented programmes differs widely between European countries, from around 15 % to 75 %.“
EU-Kommission (Hrsg.), Equity in school education in Europe (2020), S. 125.

Vocational schools with a strong labour-market orientation can be more effective ...

„Vocational schools with a strong labour-market orientation can be more effective in promoting the specialist skills that can be translated into advantages in the labour market. This 'specialisation effect' of vocational education is greater in education systems with a strong vocational sector. In this sense, vocational education can mean an easier transition to the world of work for many, which can have a positive effect on equity, especially if the option of entering tertiary education is kept open.“
EU-Kommission (Hrsg.), Equity in school education in Europe (2020), S. 130.

Übertrittsraten von AHS- und BHS-Absolventen an Universitäten ...

„48 Prozent der Maturanten beginnen innerhalb von drei Semestern nach erworbener Hochschulzugangsberechtigung ein Studium an einer Universität. Die höchste Übertrittsrate weisen Absolventen einer AHS-Langform auf (75 Prozent nach drei Semestern). Die Übertrittsrate von BHS-Maturanten liegt bei 35 Prozent.“
Die Presse online am 19. Februar 2018

Studienanfänger-Quoten ...

„Im Schnitt beginnen innerhalb von drei Jahren rund 73 % der AHS-Maturantinnen und AHS-Maturanten, etwa 35 % der technisch-gewerblichen BHS-Maturantinnen und BHS-Maturanten, 43 % der kaufmännischen BHS-Maturantinnen und BHS-Maturanten sowie 22 % der Maturantinnen und Maturanten von Bildungsanstalten fur Kindergartenpadagogik bzw. Sozialpädagogik ein Studium an einer öffentlichen Universität.“

BMBWF (Hrsg.), „Universitätsbericht 2017“ (2018), S. 36

Im Jahr 2015 erhielten 30,5% der Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II in Österreich eine allgemein bildende Ausbildung ...

„Im Jahr 2015 erhielten 30,5% der Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II in Österreich eine allgemein bildende Ausbildung. Im Ländervergleich ist das einer der niedrigsten Werte; der EU22-Durchschnitt betrug 51,6%.“

Statistik Austria (Hrsg.), „Bildung in Zahlen 2016/17. Schlüsselindikatoren und Analysen“ (2018), S. 38

85,0 % der AHS-Maturantinnen und -Maturanten beginnen ein Studium ...

„85,0 % der AHS-Maturantinnen und -Maturanten beginnen innerhalb von drei Jahren nach der Reifeprüfung ein Studium an einer Universität, Fachhochschule oder Pädagogischen Hochschule. […] An den BHS beträgt die Übertrittsrate (innerhalb von 36 Monaten) 53,8 %, an lehrerbildenden höheren Schulen 38,9 %.“

Statistik Austria (Hrsg.), „Bildung in Zahlen 2014-15, Schlüsselindikatoren und Analysen“ (2016), S. 58

Aufgabe der Kultivierung ...

„Dem Gymnasium komme vor allem die Aufgabe der Kultivierung zu, nicht nur die der Qualifizierung.“

Univ.-Prof. Dr. Stefan Hopmann, meinbezirk.at baden am 19. November 2014

Nützlichkeitsaspekte ...

„Dass es um Bildung geht, spürt man genau dort, wo man diese Nützlichkeitsaspekte, diese Anwendungsaspekte zurückschraubt und einmal nur eine Gelegenheit offeriert. Humboldt sprach einmal von der Mannigfaltigkeit der Situationen, der junge Menschen ausgesetzt werden müssen. Sie müssen nicht alle ergreifen.“

Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „science.talk“, ORF III vom 10. September 2014

Im weltweiten Wettbewerb müssen wir uns auf die Besonderheiten Europas besinnen ...

„Im weltweiten Wettbewerb müssen wir uns auf die Besonderheiten Europas besinnen. Es ist dies die Fähigkeit, mit komplexen Situationen in konstruktiver Weise umzugehen.“

Univ.-Prof. Dr. Anton Zeilinger, Trend vom Juni 2014, S. 71

An der Idee des Nützlichen orientiert ...

„Ein Bildungsbegriff, der sich ganz an der Idee des Nützlichen orientiert, vergisst, dass Menschsein mehr bedeutet, als beschäftigungsfähig zu sein.“

Univ.-Prof. Mag. Dr. Konrad Paul Liessmann, „Geisterstunde – Die Praxis der Unbildung“ (2014), S. 180

Die humanistische Bildungstradition seit Platon ...

„Die humanistische Bildungstradition seit Platon legt Wert darauf, dass Bildung ein Selbstzweck sei, dass sich Bildung nicht erst als Mittel zur Erreichung anderer Zwecke rechtfertigt. Im Zentrum des Humanismus steht daher die Persönlichkeitsbildung (nicht Macht, Reichtum, Sieg etc.).“

Univ.-Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin, „Der Akademisierungswahn“ (2014), S. 48

Hochspezialisierte AbsolventInnen von fachspezifischen Ausbildungsgängen hemmen das Wachstum ...

„Vielfach machen Wirtschaftsunternehmen schon heute die Erfahrung, dass die hochspezialisierten AbsolventInnen von fachspezifischen Ausbildungsgängen gerade aufgrund ihres Mangels an Allgemeinbildung das Wachstum und die Produktivität eher hemmen als dass sie es förderten, einfach deshalb, weil sie aufgrund ihrer eingeschränkten Allgemeinbildung zu keiner Beziehungskommunikation mit kulturell anspruchsvollen Kunden mehr fähig sind und zudem wegen der mangelnden Fähigkeit zur Entwicklung von eigenständigen und kreativen Ideen auch nicht in der Lage sind, Innovationsimpulse ins Unternehmen einzubringen.“

Mag. Bernhard Heinzlmaier, jugendkultur.at (Download: 12. April 2013)

Was Sokrates dem Schüler beibringt ...

„Was Sokrates dem Schüler beibringt ist analytisches Denken und das Argumentieren der durch das analytische Denken gewonnenen Erkenntnisse. Damit steht die ‚sokratische Pädagogik‘ im diametralen Gegensatz zu PISA-Pädagogik und Zentralmatura, die nicht die freie Entfaltung des Individuums und dessen umfassende Bildung fördern, sondern auf die Erzeugung von landesweit einheitlichem ‚Humankapital‘ ausgerichtet sind, dessen Güte in standardisierten Testverfahren kontrolliert wird.“

Mag. Bernhard Heinzlmaier, Jugendforscher, jugendkultur.at (Download: 12. April 2013)

Die Vermittlung von geistes- und kulturwissenschaftlichem Wissen ...

„Die Bildung des ganzen Menschen erfordert auch die Vermittlung von geistes- und kulturwissenschaftlichem Wissen, die Diskussion über moralische Standards und eine Persönlichkeitsbildung, die einen autonomen, reflexiven und selbstbewussten Staatsbürger zum Ziel hat.“

Mag. Bernhard Heinzlmaier, „Performer, Styler, Egoisten“ (2013), S. 38f

Die Betonung der allgemeinen Bildung ...

„Die Betonung der allgemeinen Bildung ist auch kein Relikt von Elitedenken oder klassenspezifischer Erziehung. Führende amerikanische Pädagogen verknüpften von Anfang an allgemeinbildende Erziehung mit der Heranbildung gut informierter, selbstständig denkender und empathiefähiger demokratischer Bürger.“

Univ.-Prof. Dr. Martha Nussbaum, „Nicht für den Profit! Warum Demokratie Bildung braucht“ (2012), S. 31f

Flexible, aufgeschlossene und kreative Köpfe ...

„Innovationen erfordern flexible, aufgeschlossene und kreative Köpfe; Literatur und Kunst fördern diese Fähigkeiten. Fehlt es an ihnen, verliert Unternehmenskultur rasch ihre Dynamik.“

Univ.-Prof. Dr. Martha Nussbaum, „Nicht für den Profit! Warum Demokratie Bildung braucht“ (2012), S. 133