„Eltern mit niedrigerem sozioökonomischem Status überlassen ihren Kindern eher ein natürliches Wachstum (accomplishment of natural growth) mit wenig strukturierter Freizeitgestaltung. Eltern mit höherem sozioökonomischem Status praktizieren hingegen häufiger eine Bildungspraxis der gezielten Kultivierung (concerted cultivation), gekennzeichnet durch eine bewusste Alltags- und Freizeitgestaltung mit einer Vielzahl von bildungsnahen Aktivitäten. Diese Form der Bildungspraxis führt dazu, dass Kinder stärker an die Anforderungen und Interaktionsformen von Bildungsinstitutionen herangeführt werden und Kompetenzvorsprünge entstehen.“
KMK (Hrsg.), Bildung in Deutschland 2026 (2026), S. 260.
